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Klickrate (Click-Through-Rate)

Das prozentuale Verhältnis zwischen der Anzahl der klickenden Empfänger und der Anzahl der zugestellten E-Mails wird als Klickrate (auch Einfach-Klickrate, engl. Click-Through-Rate) bezeichnet. Bei der Ermittlung der klickenden Empfänger werden all diejenigen berücksichtigt, die mindestens einmal auf einen Link geklickt haben. Mehrfachklicks beeinflussen die Auswertung nicht.

Im vorherigen Abschnitt wurde darauf hingewiesen, dass die Öffnungsrate technisch bedingt nicht exakt ermittelt werden kann und daher nur einen Annäherungswert liefert. Ein Klick hingegen kann als konkreter Nachweis einer Empfängerreaktion gewertet werden. Damit ist die Zahl nicht nur belastbarer, sondern auch aussagekräftiger als die Öffnungsrate. Ein Klick ist eine bewusste Reaktion des Empfängers und gibt Auskunft über das tatsächliche Interesse. Dementsprechend ist die Klickrate eine der wichtigsten Kennzahlen und sollte von jedem E-Mail-Marketer ausgewertet werden.

Durchschnittliche Klickraten liegen bei etwa drei Prozent. Hohe Klickraten werden vor allem durch relevante Inhalte im Newsletter erzielt. Analog zur Öffnungsrate lässt sich auch bei der Klickrate eine Abhängigkeit zwischen Verteilergröße und Erfolg nachweisen. Transaktionsmails erzielen durchschnittlich Werte von knapp zehn Prozent. Auch die Gestaltung und Positionierung der Call-to-Action-Elemente hat einen wesentlichen Einfluss auf diese Kennzahl.

Berechnung der Klickrate

Rechenbeispiel:

Ein Mailing wurde an 10.000 E-Mail-Adressen versendet. 500 Adressen davon resultieren in einem Hardbounce. Insgesamt 300 Empfänger haben auf mindestens einen Link im Mailing geklickt.

300 klickende Empfänger / 10.000 versendete E-Mails – 500 Hardbounces *100 % = 3,1 % Klickrate

Tipps zur Optimierung der Klickrate

Fokussieren Sie sich auf ein Handlungsziel pro Mailing. So kann die ganze E-Mail auf dieses eine Ziel optimiert werden. Platzieren Sie den wichtigsten Call-to-Action auffällig im oberen Bereich, um Ihre Newsletter-Abonnenten zu ermuntern, auf einen Link zu klicken. Mehrere Call-to-Actions innerhalb eines Mailings, die auf dieselbe Zielseite verlinken, erhöhen die Chance, dass der Empfänger auf einen davon klickt.

Gestalten Sie die Call-to-Action-Elemente auffällig mit kontrastreichen Farben, damit sich diese deutlich vom Rest des Mailings abheben. Bilder werden schneller erfasst als Text und wirken sich deshalb positiv auf die Klickrate aus.

Testen Sie verschiedene Varianten von Call-to-Actions an unterschiedlichen Zielgruppen, um Ihre Klickrate zu optimieren. Dabei können Sie nicht nur mit der Größe, Farbe oder Form experimentieren, sondern auch mit den Texten auf den Call-to-Actions. Gestalten Sie Call-to-Action-Elemente aber stets ausreichend groß, damit eine optimale Bedienung per Finger auch auf dem Smartphone gewährleistet ist.

In der Regel sind Newsletter „lediglich“ Türöffner – die eigentlichen Informationen beziehungsweise die Handlung (zum Beispiel der Kauf oder Download) findet anschließend auf der Webseite statt. Versuchen Sie daher nicht alle Informationen in das Mailing zu packen. Wecken Sie stattdessen die Neugierde Ihrer Leser mit interessanten Teaser-Texten und den wichtigsten Informationen, anstatt endlos lange Artikel zu verschicken.

Segmentieren Sie Ihre Abonnenten für zielgerichtete Mailings und erreichen Sie durch Personalisierung eine höhere Relevanz. Halten Sie generell Ihre Werbeversprechen nach dem Klick ein, um Ihre Leser langfristig zu binden.