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Abmelderate

Unter der Abmelderate versteht man das prozentuale Verhältnis zwischen Abmeldungen und zugestellten E-Mails. Da sich ein Newsletter-Verteiler mit jeder Abmeldung verkleinert, sollte die Abmelderate selbstverständlich möglichst gering ausfallen. Die Abmelderate ist neben der Bouncerate also eine der wenigen Kennzahlen, bei der sich E-Mail-Marketer über möglichst niedrige Werte freuen. In der Praxis sind Abmelderaten bis maximal drei Prozent akzeptabel.

Da aus rechtlicher Sicht jeder versendete Newsletter eine entsprechende Abmeldemöglichkeit enthalten muss, hat grundsätzlich jeder Empfänger jederzeit die Möglichkeit sein Newsletter-Abonnement zu beenden.

Damit die Kennzahl richtig interpretiert wird, hilft es, zu verstehen, weshalb sich Empfänger üblicherweise von einem Newsletter abmelden.

Zu den häufigsten Gründen zählen:

  • Zu hohe Versandfrequenz
  • Uninteressante Inhalte (mangelnde Relevanz)
  • Flut im Posteingang – zu viele Newsletter-Abonnements
  • Ursprüngliche Anmeldung erfolgte nur wegen eines Angebots oder einer Incentivierung
  • Änderung der Lebensumstände (zum Beispiel Umzug, etc.)

Berechnung der Abmelderate

Rechenbeispiel:

Ein Mailing wurde von 2.500 Empfängern geöffnet. Insgesamt 300 Empfänger davon haben auf mindestens einen Link im Mailing geklickt.

100 Abmeldungen / 10.000 versendete E-Mails - 500 Bounces * 100 % = 1,1 % Abmelderate

Tipps zur Optimierung der Abmelderate

Um hohen Abmelderaten entgegenzuwirken, ist es wichtig, die Gründe für Newsletter-Abmeldungen zu kennen. Die meisten Empfänger melden sich ab, weil entweder die Versandfrequenz zu hoch ist oder die Inhalte nicht relevant genug sind. Planen Sie deshalb Ihren Newsletter aus Lesersicht und entscheiden Sie, ob Ihre Informationen auch wirklich für den Abonnenten relevant sind. Eine Segmentierung der Verteiler und Personalisierung der Inhalte führt langfristig zu niedrigeren Abmelderaten.

Bei sehr hoher Versandfrequenz bietet es sich an, die Inhalte in verschiedene Formate aufzuteilen, beispielsweise täglich erscheinende Newsletter, wöchentliche Updates und monatliche Zusammenfassungen. So ist für jeden Geschmack der richtige Versandrhythmus dabei. Oft lassen sich Abmeldungen auch abwenden, indem Sie dem Leser weitere, auf den Versand bezogene, Optionen anbieten. Das kann beispielsweise durch die Festlegung auf ein bestimmtes Themengebiet geschehen.

Auch wenn es Ihnen schwer fällt, Ihre Empfänger gehen zu lassen: Die Abmeldung sollte möglichst einfach ermöglicht werden. Es sollte auf keinen Fall versucht werden, die Abmeldung absichtlich zu verkomplizieren. Marketer sollten auf das Double-Opt-Out-Verfahren und auf lange Abmeldeformulare, die ausgefüllt werden müssen, verzichten.

Des Weiteren sollte kein Login oder Passwort zur Abmeldung notwendig sein. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Empfänger das Mailing als Spam markieren anstatt sich abzumelden, wodurch die Reputation der Versanddomain beschädigt werden kann. Das wiederum wirkt sich negativ auf folgende Versendungen aus. Am einfachsten ist die Abmeldung mittels so genannter One-Klick-Abmeldung. Dabei klickt der Empfänger auf den Abmeldelink und bekommt anschließend auf einer Zielseite den Hinweis: „Ihre Abmeldung von unserem Newsletter war erfolgreich“. Der Abmeldelink befindet sich meist am Ende eines Newsletters und wird deshalb dort am schnellsten vom Empfänger gefunden.

Des Weiteren empfehlen wir, die Abmeldegründe mittels einer kurzen Umfrage herauszufinden. Über 50 Prozent der Abmelder sind bereit, den Abmeldegrund anzugeben. Diese Informationen können Sie dann für die Optimierung Ihres Newsletters nutzen, um so die Anzahl der zukünftigen Abmeldungen zu reduzieren.