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Gmail für Android ohne Bildunterdrückung

  • 13.01.2014 von Katrin Mietzner
  • Rubrik: Fachwissen

Bereits im Dezember vergangenen Jahres hat Google die standardmäßige Bildunterdrückung in seinem Webmailer Gmail abgeschafft. Die Besonderheit dabei: Alle Bilder in Mailings werden seitdem auf Googles Proxyservern zwischengespeichert und von dort geladen. Im Blog-Beitrag Gmail: Keine Bildunterdrückung mehr und neuer Bildspeicher sind wir auf diese Änderung bereits eingegangen. Dieses neue Verhalten wird mit der Version 4.7.2 der Gmail App nun auch auf Android Geräte ausgerollt. In diesem Beitrag gehen wir auf die Änderungen ein und erläutern welche Auswirkungen diese auf das E-Mail-Marketing haben werden.

Hintergrund: Öffnungsrate vs. Bildunterdrückung

Die Öffnungsrate ist eine der wichtigsten Kennzahlen um den Erfolg einer Newsletter-Kampagne zu ermitteln. Sie wird anhand der Bildaufrufe eines Newsletters berechnet. Ein Mailing gilt als geöffnet, sobald Bilder nachgeladen wurden. Selbstverständlich müssen die Bilder vorab in der E-Mail-Marketing Software getrackt werden, damit die Öffnungen ausgewertet werden können. Aus Sicht der E-Mail-Marketer setzen leider fast alle E-Mail-Clients und Webmailer per default eine Bildunterdrückung ein. Web.de, GMX, Mail-Clients von Apple und wenige Andere laden Bilder stets ungefragt nach. Der Großteil der Empfänger muss Bilder aktiv per Klick auf eine Schaltfläche nachladen. Daher ist eine exakte Ermittlung der Öffnungsrate im E-Mail-Marketing nicht möglich.

Ermittlung der Öffnungsrate bei Gmail

Dieser Quasi-Standard galt in der Vergangenheit auch für die Nutzung von Googles Webmailer Gmail. Seit Mitte Dezember vergangenen Jahres geht Google andere Wege: Bilder werden per default nicht mehr unterdrückt sondern nach der Öffnung sofort angezeigt. Die Besonderheit in diesem Fall: Google speichert sämtliche Bilder nach der ersten Öffnung auf eigenen Proxyservern. Die Bilder identifiziert Google über deren URL. Bei weiteren Öffnungen werden bekannte Bilder nicht vom ursprünglichen Webspace sondern von Google-Servern geladen. Damit das Reporting im E-Mail-Marketing durch diese Änderung nicht verfälscht wird, müssen Marketer die Öffnungsrate mit persönlichem Tracking ermitteln. Denn das persönliche Tracking bewirkt, dass ein Bild im Newsletter für jeden Empfänger eine eindeutige Bild-URL erhält und daher von Google nicht gecacht werden kann.

Die Konsequenzen für den E-Mail-Marketer sind indem Fall erfreulich. Durch die automatische Bildanzeige bei Gmail-Empfängern können Öffnungsraten in Zukunft genauer ermittelt werden. Zwar kann die Bildunterdrückung in den Einstellungen von Gmail wieder aktiviert werden – erfahrungsgemäß werden die meisten Empfänger den neuen Standard jedoch akzeptieren. Daher ist davon auszugehen, dass die ermittelten Öffnungsraten von Gmail-Empfängern in Zukunft spürbar steigen.

Änderungen in der Gmail App seit Version 4.7.2

Derzeit aktualisiert Google seine Gmail App für Android auf die Version 4.7.2. Die wichtigste Neuerung für E-Mail-Marketer: Bilder in Gmail werden nun auch auf Tablets und Smartphones per default geladen.

Die Gmail App unter Android übernimmt die Einstellungen bezüglich Bildunterdrückung vom Webmailer. In den Einstellungen kann definiert werden ob Bilder immer angezeigt werden sollen oder ob vor der Anzeige gefragt werden soll. Leider können derzeit keine differenzierten Einstellungen auf dem Smartphone und im Webmailer vorgenommen werden, da die Einstellungen direkt an den Gmail Benutzer gekoppelt sind. Eine Option, dass Bilder nur bei verfügbarem WLAN automatisch geladen werden, fehlt im Moment ebenso. Es bleibt abzuwarten, ob Google hier noch nachbessert. Denn bei der aktuellen Lösung werden einige Anwender die Bildunterdrückung wieder aktivieren, damit das begrenzte mobile Datenvolumen nicht zu schnell durch die Bildaufrufe in E-Mails aufgebraucht wird.

Trotzdem wird die geänderte Standardeinstellung der Gmail Android App sich im E-Mail-Marketing Reporting bemerkbar machen. Denn bisher werden Newsletter-Öffnungen klar von Apples iPhone und Apples iPad dominiert. Und das obwohl Smartphones und Tablets mit Android-Betriebssystem in Deutschland einen höheren Marktanteil haben, als Geräte von Apple. E-Mail-Marketer sollten sich 2014 unbedingt der mobilen Optimierung ihrer Newsletter widmen – sofern noch nicht geschehen. Denn bereits heute werden etwa 30 bis 40 Prozent aller Newsletter mit mobilen Endgeräten geöffnet und gelesen. Tipps zur mobilen Optimierung finden Sie in unserem Praxistipp. Inxmail Professional Anwender können sich voll und ganz auf die Inhalte und die Gestaltung ihrer Newsletter konzentrieren, denn Inxmail Newsletter Templates sind bereits mobil optimiert.

Über den Autor

Katrin Mietzner

Die Autorin hat das Unternehmen mittlerweile verlassen.

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