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Absender

Die Absender-Adresse ist ein wichtiger Erfolgsfaktor und entscheidet darüber, ob ein Mailing vom Empfänger im Posteingang wahrgenommen und geöffnet wird. Daher überlegen Sie sich genau, welche Absender-Adresse Sie verwenden. Am Beispiel von No-Reply-Adressen zeigen wir Ihnen, wie eine schlechte Absender-Adresse Ihrem Image schaden und zudem die Zustellbarkeit Ihrer Mailings gefährden kann.

Antworten unerwünscht

Als E-Mail-Marketing noch in den Kinderschuhen steckte, waren No-Reply-Adressen als Absender Standard. Gemeint sind Adressen im Stil von do-not-reply@firma.xy oder nicht-antworten@firma.xy. Heute verwenden viele Unternehmen noch immer No-Reply-Absender-Adressen und verschenken damit enormes Potenzial. Warum sie sich damit selbst schaden? Das hat einfache Gründe.

Kundenzufriedenheit steht heutzutage im Zentrum unserer digitalen Welt. Denn es gilt: Nur mit zufriedenen Kunden macht man auch erfolgreich Geschäfte. Daher ist eine serviceorientierte Kundenkommunikation ein zentraler und wichtiger Faktor eines Unternehmens: Kurze Reaktionszeiten werden in Zeiten sozialer Netzwerke erwartet. Dazu gehört auch, dass Empfänger einer E-Mail direkt darauf antworten können – was sich logisch anhört, trifft in der Realität immer wieder auf Grenzen.

Dem Leser ist es nämlich egal, ob es sich bei dem empfangenen Mailing um eine persönliche E-Mail, eine automatisierte Transaktionsmail oder um einen Newsletter handelt. Hat der Leser eine Frage, klickt er auf „antworten“. Wenn seine Frage aufgrund einer No-Reply-Adresse ins Nirwana läuft und er dadurch gar keine Reaktion bekommt, ist dies für den Empfänger ziemlich ärgerlich. Ähnlich schlimm ist eine automatisierte Antwort á la „Die Nachricht konnte nicht zugestellt werden“. Beim Empfänger hinterlässt dies keinen professionellen Eindruck. Zudem zeugt das nicht gerade von einem guten Service.

Kundenreaktionen durchdenken

Richtig schädlich wird es im Verbund mit einem schlechten Abmeldeverfahren: Gibt es im Footer keinen eindeutigen Abmeldelink oder komplizierte Abmeldeverfahren, will sich ein Kunde eventuell direkt per „antworten“ bei einem Newsletter abmelden. Erfolgt darauf keine Reaktion, schaltet der Kunde zukünftig womöglich den Spamfilter für den Newsletter ein. Dadurch leidet die Reputation eines Versenders und kann im schlimmsten Fall auch die Zustellrate reduzieren.

Viele E-Mail-Marketer fordern ihre Empfänger bei der Anmeldung auf, die Absender-Adresse in das persönliche Adressbuch zu übernehmen. Denn das Risiko, dass eine E-Mail im Spam-Ordner landet, wird durch einen Adressbucheintrag reduziert. Bekannte Empfänger werden bei der Zustellung von E-Mails bevorzugt behandelt. Mit einer No-Reply-Absender-Adresse werden Sie von dieser Tatsache nicht profitieren können. Kaum ein Empfänger wird eine „bitte-nicht-antworten“-Adresse in sein persönliches Adressbuch übernehmen.

Verteiler pflegen

Nach einem Versand an mehrere Tausend Empfänger werden E-Mail-Marketer mit einer großen Anzahl von Rückläufern in Form von Autorespondern konfrontiert. Die Verwendung einer No-Reply-Absender-Aresse ist sicherlich die einfachste Lösung, um diese Art von Antworten erst gar nicht zu erhalten. Allerdings stecken in diesen E-Mails wertvolle Informationen, die zur Pflege des eigenen Adressverteilers notwendig sind. Besonders Hinweise auf ungültige E-Mail-Adressen sollten Sie filtern und Ihren Verteiler entsprechend aktualisieren. Denn ein sauberes Bounce-Management ist die Grundlage für eine hohe Reputation und beeinflusst damit auch die Zustellbarkeit. Jede ungültige E-Mail-Adresse verursacht zudem unnötige Versandkosten und verfälscht die Kennzahlen im Berichtswesen.

Auf den Punkt gebracht

E-Mail-Marketing ist Dialog-Marketing – und das fängt beim Absender an. Legen Sie Ihren Empfängern daher keine Steine in den Weg und bieten Sie eine direkte Kontaktmöglichkeit per E-Mail an. Der Absender sollte so gewählt sein, dass man auch darauf antworten kann. Alles andere ist nicht zeitgemäß und wirkt sich negativ auf die Kundenbindung und Ihr Image aus.

Professionelle E-Mail-Marketing-Systeme bieten ein automatisiertes Bounce-Management an. Somit werden E-Mail-Antworten gefiltert und kategorisiert. Adressverteiler werden automatisch um ungültige Empfänger bereinigt, Spam-Mails ausgefiltert und nur echte Antworten wie Abmeldewünsche und Verkaufschancen an zuständige Mitarbeiter weitergeleitet.