
Ein Klick gilt im E-Mail-Marketing als starkes Signal. Wer klickt, interessiert sich offenbar für ein Angebot, einen Artikel, ein Produkt oder eine Anzeige. Genau deshalb sind Klicks so wichtig für Kampagnenauswertungen, Lead Scoring, Automationen und die Bewertung von Newsletter-Anzeigen.
Doch nicht jeder Klick stammt von einem Menschen.
Immer häufiger entstehen Klicks durch automatisierte Systeme. Diese sogenannten non-human interactions oder auch Bot-Klicks können deine Kennzahlen verfälschen und zu falschen Rückschlüssen führen. Besonders problematisch wird das, wenn Klicks als Grundlage für Entscheidungen, Abrechnungen oder Folgeprozesse dienen.
In diesem Beitrag erfährst du, was non-human interactions sind, wie sie deine Kampagnen beeinflussen, woran du sie erkennst und wie Inxmail dabei hilft, deine Klickdaten realistischer zu bewerten.

Im E-Mail-Marketing entstehen Klicks nicht nur durch Empfänger, sondern auch durch automatisierte Systeme. Solche Systeme prüfen Links in E-Mails, bevor oder während eine Person mit der Nachricht interagiert.
Typische Auslöser sind Security-Scanner, Anti-Phishing-Gateways, Spamfilter oder Link-Schutzsysteme in Unternehmen. Sie öffnen oder analysieren Links, um Empfänger vor gefährlichen Webseiten, Malware oder Phishing zu schützen.
Wichtig: Non-human interactions sind nicht automatisch „bösartig“. Häufig sind sie ein Nebenprodukt legitimer Sicherheitsmaßnahmen.
Non-human interactions können deine Kampagnenauswertung verfälschen. Besonders betroffen sind Kennzahlen und Prozesse, die auf Klickverhalten basieren.
Mögliche Auswirkungen:

Bevor die Auswirkungen von non-human interactions beleuchtet werden, grenzen wir zunächst die Begriffe human interactions, assisted non-human interactions und non-human interactions voneinander ab:

Assisted non-human interactions sind vor allem im B2C-Bereich relevant, da Endkunden oft mehr Newsletter abonnieren.
Im B2B treten non-human interactions häufiger auf, da Unternehmen verstärkt gegen Spam vorgehen. Mailbox-Provider nutzen non-human interactions, um auf Spam zu prüfen.
Inxmail erkennt non-human interactions automatisch und berücksichtigt sie in deinen Auswertungen. So siehst du, welche Interaktionen wirklich von Menschen stammen — und kannst den Erfolg deiner Kampagnen realistischer bewerten.

Non-human interactions lassen sich meist nicht an einem einzigen Merkmal sicher erkennen. Auffällig wird es, wenn mehrere Signale zusammenkommen.
Typische Hinweise sind:
Entscheidend ist das Muster: Ein einzelner schneller Klick kann menschlich sein. Viele gleichzeitige Klicks auf alle Links einer E-Mail sind deutlich verdächtiger.
Manche Versender arbeiten zusätzlich mit sogenannten versteckten oder kaum sichtbaren Links. Die Idee dahinter: Ein Mensch würde diesen Link nicht anklicken, ein automatischer Scanner aber möglicherweise schon. Wird ein solcher Link aufgerufen, kann das ein Hinweis auf automatisiertes Verhalten sein.
Aber Vorsicht: Versteckte Links sollten mit großer Zurückhaltung eingesetzt werden. Unsichtbare oder manipulativ versteckte Inhalte können von Spamfiltern negativ bewertet werden, weil ähnliche Techniken auch in Spam- und Phishing-E-Mails vorkommen. Außerdem sollten Newsletter transparent, zugänglich und sauber aufgebaut bleiben.

Inxmail analysiert Klicks in versendeten Mailings, um besser zu erkennen, ob ein Klick von einem echten Menschen oder von einem Bot stammt.
Um solche Fälle zu erkennen, nutzt Inxmail einen eigens entworfenen Algorithmus. Dabei werden verschiedene Merkmale des Klickverhaltens ausgewertet, zum Beispiel wie häufig geklickt wurde, in welchen Zeitabständen die Klicks erfolgt sind und welche IP-Adresse verwendet wurde. Insgesamt berücksichtigt das Modell rund 20 Merkmale.
Auf Basis dieser Daten entscheidet ein Klassifikationsmodell, ob ein Klick wahrscheinlich von einem Menschen oder von einem Bot stammt. Verdächtige Klicks werden entsprechend markiert und können aus Reports und Exporten herausgefiltert werden.
Die Erkennung ist bewusst eher konservativ eingestellt. Das bedeutet: Inxmail filtert vor allem sehr auffällige Bot-Klicks. So wird das Risiko reduziert, dass echte menschliche Klicks fälschlicherweise als Bot-Klicks eingestuft werden.

Klicks sind wichtig, sollten aber nicht isoliert bewertet werden. Non-human interactions können Ergebnisse verfälschen und die Bewertung einer Kampagne in die falsche Richtung lenken.
Wer Klicks im Kontext betrachtet und bereinigte Daten nutzt, trifft fundiertere Entscheidungen. Inxmail hilft dabei, Bot-Klicks automatisch zu erkennen und auszuwerten – für eine verlässlichere Kampagnenanalyse und eine realistischere Einschätzung der tatsächlichen Empfängerinteraktionen.
Nicht grundsätzlich. Viele non-human interactions entstehen durch Sicherheitslösungen, die Empfänger schützen sollen. Problematisch werden sie, wenn sie ungefiltert in Reports, Segmentierungen oder Automationen einfließen.
Nein. Ein Bot-Klick kann auch bedeuten, dass die E-Mail von einem Security-System geprüft wurde. Das ist besonders im B2B-Umfeld häufig.
Nein. Der Algorithmus arbeitet mit Mustern und Wahrscheinlichkeiten. Ziel ist nicht absolute Perfektion, sondern eine deutlich bessere Datenqualität.
Sie können Hinweise liefern, sollten aber mit Vorsicht eingesetzt werden. Versteckte Inhalte können von Spamfiltern kritisch bewertet werden und sind nicht die sauberste Lösung. Besser ist ein mehrstufiger Filteransatz.
Klicks bleiben eine der wichtigsten Interaktionskennzahlen im E-Mail-Marketing. Sie müssen aber richtig interpretiert und von automatisierten Zugriffen bereinigt werden.
Viele Unternehmen setzen umfangreiche Sicherheitslösungen ein, die eingehende E-Mails und Links automatisch prüfen. Deshalb treten non-human interactions im B2B-Umfeld besonders häufig auf.
Du erhältst realistischere Kampagnendaten. Das hilft dir, den Erfolg und die Reichweite deiner E-Mail-Marketing-Maßnahmen besser zu bewerten und Entscheidungen stärker auf tatsächliche menschliche Interaktionen zu stützen.
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