Klickrate (CTR) und effektive Klickrate (CTOR) gehören zu den zentralen Steuergrößen im E-Mail-Marketing. In diesem Beitrag erfährst Du, wie beide Kennzahlen definiert sind, worin ihr Unterschied liegt und wie Du Deine Werte anhand von Benchmarks einordnest – inklusive Ansatzpunkten zur Optimierung Deiner Kampagnen.

Die Klickrate zeigt Dir, wie gut Dein Newsletter performt. Während die Öffnungsrate nur anzeigt, wie viele Empfänger·innen Deine E-Mail geöffnet haben, verrät die Klickrate, ob Deine Inhalte wirklich Interesse wecken und zu einer Handlung führen.
Eine hohe Klickrate ist deshalb ein klares Zeichen für relevante Inhalte, überzeugende Call-to-Actions (CTAs) und ein gutes Newsletter-Design.
Kurz gesagt: Die Klickrate misst Interaktion - und damit echten Erfolg im E-Mail-Marketing.
Die Klickrate (engl. Click-Through-Rate) beschreibt das prozentuale Verhältnis zwischen der Anzahl der klickenden Empfänger·innen und der Anzahl der zugestellten E-Mails. Dabei werden Unique Klicks gemessen, also Empfänger·innen, die mindestens einmal auf einen Link geklickt haben. Mehrfachklicks derselben Person werden nicht mehrfach gezählt.
Rechenbeispiel
Ein Mailing wurde an 10.000 E-Mail-Adressen versendet. 500 Adressen davon resultieren in einem Hard-Bounce. Insgesamt 300 Empfänger·innen haben auf mindestens einen Link im Mailing geklickt.
300 klickende Empfänger·innen / (10.000 versendete E-Mails - 500 Hard Bounces) *100 = 3,1 % Klickrate
Interpretation: Eine Klickrate von rund 3 % ist im Durchschnitt ein solider Wert, hängt aber stark von Branche, Zielgruppe und Versandart ab.
Im Abschnitt zur Öffnungsrate von Newslettern im E-Mail-Marketing weisen wir darauf hin, dass die Öffnungsrate technisch bedingt, etwa durch Bildblocker oder Datenschutzfunktionen wie Apple Mail Privacy Protection, nicht exakt ermittelt werden kann und nur einen Annäherungswert liefert. Die Klickrate ist somit belastbarer als auch aussagekräftiger als die Öffnungsrate. Ein Klick ist eine bewusste, messbare Handlung. Sie zeigt tatsächliches Interesse und erlaubt Rückschlüsse auf Inhalte, Design und Relevanz. Zudem dient sie als Grundlage für Conversion-Optimierungen. Deshalb zählt die Klickrate zu den wichtigsten Kennzahlen.
Die Klickrate (CTR) zeigt den Anteil Deiner Empfänger·innen, die mindestens einen Link in der E-Mail klicken – bezogen auf alle zugestellten Mails (Unique Klicks ÷ Versandmenge - Bounces). Sie bildet damit die Gesamtwirkung des Mailings ab. Faktoren, die im Posteingang, vor dem Öffnen wirken (Absender, Betreff, Timing, Zustellbarkeit, Segment) sind für die Klickrate entscheidend. Sie beeinflussen, wie viele Menschen bis zum Inhalt gelangen und der Inhalt selbst entscheidet, ob ein Klick passiert.
Neben der Klickrate (CTR) gibt es auch die effektive Klickrate (CTOR). Die effektive Klickrate (engl. Click-to-Open-Rate) setzt dieselben Unique Klicks ins Verhältnis zu den Unique Öffnungen (Unique Klicks ÷ Unique Opens) und misst damit die Leistung nach dem Öffnen. Passen Inhalt und Erwartung aus dem Betreff zusammen? Führen Struktur, Lesbarkeit, Bild-Text-Verhältnis und CTAs klar zum Klick? Nur wenn die Inhalte eines Mailings die Erwartungen aus dem Betreff erfüllen, fällt die effektive Klickrate entsprechend positiv aus. Die effektive Klickrate gibt Aufschluss über die Relevanz der Newsletter-Inhalte.
Rechenbeispiel
Ein Mailing wurde von 2.500 Empfänger·innen geöffnet. Insgesamt 300 davon haben auf mindestens einen Link im Mailing geklickt.
300 klickende Empfänger·innen / 2.500 öffnende Empfänger·innen * 100 % = 12 % effektive Klickrate
Zur richtigen Interpretation der effektiven Klickrate müssen vorab die Einflussfaktoren untersucht werden.
Dazu zählen:
Mit dem Personalisierungsgrad steigt die Relevanz für die Leser·innen, wodurch die Klickrate und somit auch die effektive Klickrate angetrieben werden.
Du möchtest Deine Betreffzeile, den Absender, Pre-Header, Versandzeit, Frequenz, Segmentierung oder Zustellbarkeit testen? Dann ziehst Du die Werte zur Klickrate heran. Die Klickrate eignet sich außerdem zum Vergleich verschiedener Kampagnen oder Zielgruppen.
Möchtest Du hingegen die Relevanz Deiner Inhalte oder Deines Layouts testen, so benötigst Du das Feedback der effektiven Klickrate.
In der Praxis nutzt Du beide Kennzahlen ergänzend, um die Performance Deines Newsletters umfassend zu verstehen.
Diagnose-Schnellcheck
Beispiel: 10.000 versendet, 500 Hard Bounces ⇒ 9.500 zugestellt; 2.500 Unique Opens; 300 Unique Klicks ⇒
CTR ≈ 3,1 % (300/9.500)
CTOR = 12 % (300/2.500).
Interpretation: solide Post-Open-Performance, aber Luft nach oben vor dem Öffnen.
Durchschnittliche Klickraten liegen bei etwa 3,5 Prozent. Die Klickrate von Transaktionsmails ist mehr als dreimal so hoch wie bei Newslettern. Entlang der Customer Journey schneiden bestimmte Typen von Transaktionsmails besonders gut ab.
Durchschnittliche effektive Klickraten liegen bei knapp 17 Prozent. Niedrigere Werte deuten darauf hin, dass die Inhalte des Newsletters die Erwartungen nach dem Öffnen nicht erfüllen.
Der Inxmail E-Mail-Marketing-Benchmark enthält zahlreiche Tipps für höhere Öffnungsraten. Zudem gibt Dir die Studie einen Überblick, um Deine Performance zu beurteilen und Optimierungsbedarf zu erkennen.
Apple Mail Privacy Protection lädt Tracking-Pixel auf Apple-Servern vor und verschleiert die IP-Adresse und den Zeitstempel. So entstehen zusätzliche, künstliche Öffnungen. Die Klickrate bleibt weitgehend unverändert, die effektive Klickrate wirkt wegen der aufgeblähten Öffnungszahlen niedriger und ist als Qualitätsmaß weniger belastbar.
Auch Bot- und Security-Clicks durch Linkscanner verfälschen die Werte. Setze Filter für bekannte User-Agents und IP-Bereiche, markiere extrem frühe oder serielle Klicks und gleiche Klicks mit Website-Sessions ab. Halte deine Regeln schriftlich fest, damit Reports nachvollziehbar bleiben.
Sorge außerdem für einheitliche Definitionen: nutze „zugestellt“ statt „gesendet“ als Nenner der CTR, zähle standardmäßig „unique“ statt „total“, definiere ein Messfenster von fünf bis sieben Tagen und führe Systemlinks wie die Abmeldung getrennt.
Wenn Du weißt, was Deine Klickraten aussagen, kannst Du sie gezielt verbessern. Diese Faktoren haben den größten Einfluss:
Klickrate (CTR) steigern: Themenfokus, A/B-Tests & Personalisierung
Effektive Klickrate (CTOR) erhöhen: Layout, Texte & CTAs
Clevere Platzierung: Platzierst Du Deinen Haupt-CTA, Deinen Button etc. oben, so wird die Sichtbarkeit und Klickwahrscheinlichkeit erhöht. Gestalte Deine CTAs und Buttons auffällig.
In unserem Blog unter den Praxistipps findest Du Best-Practices zur inhaltlichen sowie visuellen Gestaltung und der Qualitätssicherung.
Die Klickrate (CTR) und die effektive Klickrate (CTOR) gehören zu den wichtigsten Kennzahlen im E-Mail-Marketing. Sie zeigen Dir, ob Deine Inhalte funktionieren, interessieren und konvertieren. Mit klaren Zielen, relevanten Inhalten und durchdachtem Design kannst Du Deine Klickraten kontinuierlich steigern.
Tipp: Vergleiche Deine Werte mit dem Inxmail E-Mail-Marketing-Benchmark 2025 und erkenne, wo Dein Optimierungspotenzial steckt.
Die Inxmail Plattform bietet Dir die Möglichkeit die Theorie direkt in die Praxis umzusetzen. Mithilfe des Drag-and-Drop-Editors, KI-Assistenzen, Darstellungstests und vielen weiteren Tools kannst Du Dein E-Mail-Marketing erfolgreicher gestalten.
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