Du hast alles richtig gemacht: relevanter Content, klare Betreffzeile, sauberer Verteiler – und trotzdem kommen Deine E-Mails nicht an? Dann bist Du in bester Gesellschaft. Jede E-Mail-Marketing-Strategie steht früher oder später vor der Frage, warum ein Bounce im Newsletter passiert und was man dagegen tun kann.
Hard- und Soft-Bounces sind mehr als technische Fehlermeldungen – sie sind ein Frühwarnsystem für die Zustellbarkeit im Newsletter, Deine Zustellrate, Datenqualität und Absenderreputation.
In diesem Beitrag erfährst Du:

Kurzdefinition: Ein Bounce (engl. für „abprallen“) bezeichnet eine E-Mail, die nicht zugestellt werden konnte. Dabei unterscheidet man zwischen zwei Typen:
Nicht jeder Rückläufer ist ein Bounce. Eine „Message Disposition Notification (MDN)”, also eine klassische Abwesenheitsnotiz, signalisiert, dass die E-Mail zugestellt wurde und zählt nicht in die Bounce-Rate. Bei Bounces wird eine automatische Bounce-Nachricht, also eine “Delivery Status Notification (DSN)”, vom Empfangsserver erzeugt.
Hard-Bounce: 5.x.x (dauerhaft unzustellbar)
Beispiel: 5.1.1 User unknown = Adresse prüfen, entfernen
Soft-Bounce: 4.x.x (temporär unzustellbar)
Beispiel: 4.2.2 Mailbox full = Zustellung später erneut versuchen
Policy-Bounce: 5.7.x Provider-Regel verletzt
Beispiel: 5.7.26 SPF/DKIM/DMARC fehlt = Authentifizierung prüfen
Erfahre, wie Du Bounces vorbeugst und Deinen Verteiler sauber aufbaust.

Es ist normal, dass nach einem Newsletter-Versand Bounces entstehen.
Besonders nach dem Erstversand an einen Verteiler wird sichtbar, wie viele Empfänger·innen tatsächlich (noch) erreichbar sind und wie es um die Adressqualität steht.
Bounce-Nachrichten (DSN) enthalten alle Hinweise, warum eine E-Mail nicht zugestellt wurde. Sie nennen einen Statuscode und einen Fehlertext (Diagnostic-Text). So lässt sich der Fehler meist eindeutig nachvollziehen.
Es gibt zwei Arten von Statuscodes:
Praxisregel:
Merke: Lies den Code und interpretiere den Diagnostic‑Text – dort steckt die entscheidende Detail‑Ursache.
E-Mail-Anbieter (z. B. Gmail und Yahoo) haben klare Regeln, damit ihre Nutzer·innen vor Spam und Technikfehlern geschützt sind.
Wenn Du diese Regeln verletzt, lehnt der Empfangsserver die Zustellung Deiner E-Mail ab. Das nennt sich Policy-Bounce (5.7.x).
Häufige Gründe sind:
Die meisten Policy-Bounces lassen sich durch saubere Authentifizierung, kontrollierte Versandraten und einen sichtbaren Abmeldelink zuverlässig vermeiden.

Das Thema Zustellbarkeit ist ein wichtiger Erfolgsfaktor im E-Mail-Marketing. Das Whitepaper gibt Dir einen Einstieg in das vielschichtige Thema und vermittelt technische Grundlagen. Du erfährst anhand konkreter Tipps, was Du selbst für eine hohe Zustellbarkeit und Reputation Deiner Domain tun kannst. Das Whitepaper zeigt, worauf es ankommt, wenn Du Deine Marke bei der E-Mail-Kommunikation vor Missbrauch schützen möchtest. Aber auch die technische Infrastruktur des Versanddienstleisters hat Einfluss auf die Zustellbarkeit. In verschiedenen Checklisten siehst Du die wichtigsten Kriterien und Maßnahmen auf einen Blick.
Kurzdefinition: Im Berichtswesen wird der prozentuale Anteil der nicht erreichbaren Empfänger·innen als „Bounce-Rate“ angegeben. Diese Kennzahl beschreibt den Anteil der nicht zugestellten E-Mails im Verhältnis zur gesamten Versandmenge. Sie ist somit ein Indikator für die Qualität des Adressverteilers.
Wenn Du die Bounce-Rate berechnen möchtest, musst Du die Anzahl der Gesamt-Bounces durch die Versandmenge an E-Mails teilen und das Ergebnis mit 100 multiplizieren.
Rechenbeispiel:
Ein Mailing wurde an 10.000 E-Mail-Adressen versendet. 500 Adressen resultieren in einem Hard-Bounce.
Anzahl Bounces (500) / Versandmenge (10.000) * 100 % = 5 % Bounce-Rate
Der E-Mail-Marketing-Benchmark 2025 weist folgende durchschnittliche Bounce-Rates im B2B und B2C-Bereich aus:
Dauerhafte Bounce-Rates von über fünf Prozent sollten ein Warnsignal sein und die Ursachen müssen analysiert werden.
Selbst bei einer niedrigen Bounce-Rate von einem Prozent und einem Verteiler mit „nur“ 10.000 Empfänger·innen müssen statistisch nach jedem Versand 100 Adressen kategorisiert und bearbeitet werden. Das kann einiges an Aufwand bedeuten.
Dennoch lässt sich die Frage, ob eine Bounce-Rate gut oder schlecht ist, nicht pauschal beantworten und muss von Fall zu Fall betrachtet werden.
Kontextbeispiele
Hinzu kommt, dass die E-Mails, die über Art und Ursache des aufgetretenen Bounces informieren, nicht standardisiert sind. Professionelle E-Mail-Marketing-Systeme bieten dazu jedoch ein „automatisiertes Bounce-Management“ an. Damit sorgen sie für niedrige Bounce-Rates und saubere Adressverteiler.
Der Inxmail E-Mail-Marketing-Benchmark enthält zahlreiche Tipps für höhere Öffnungsraten. Zudem gibt Dir die Studie einen Überblick, um Deine Performance zu beurteilen und Optimierungsbedarf zu erkennen.
Ein professionelles Bounce-Management ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer professionellen E-Mail-Marketing-Lösung. In der Regel läuft das Bounce-Management automatisiert im Hintergrund ab und die entsprechenden Kennzahlen lassen sich bequem über das Berichtswesen der Software auswerten.
Aus nachfolgenden Gründen ist ein funktionierendes Bounce-Management enorm wichtig:
Unzustellbare E-Mails durch nicht erreichbare E-Mail-Adressen oder volle Postfächer bearbeitet die Inxmail Plattform selbstständig und markiert sie als Hard- oder Soft-Bounce. Dadurch profitierst Du von gepflegten Verteilern und sicherst Dir dauerhaft hohe Zustellraten.
Das Versandsystem wird über das Auftreten von Bounces durch sogenannte Bounce-Messages informiert. Wie oben bereits erwähnt, werden diese Fehlermeldungen von Mailservern automatisch erzeugt, wenn E-Mails nicht an andere Mailserver weitergereicht werden können.
Vereinfacht könnte man den Kreislauf wie folgt beschreiben:
Deine nächsten Schritte sollten dann wie folgt aussehen:
Nach einem Newsletter-Versand an eine Empfängerliste mit mehreren Tausend Abonnent·innen kann es daher durchaus vorkommen, dass Du als Absender·in mehrere Hundert Bounce-Messages erhältst. Aufgrund der großen Anzahl empfiehlt es sich daher, diese mithilfe von Bounce-Management der E-Mail-Marketing-Software automatisiert zu bearbeiten. Das beinhaltet ein Regelwerk, welches die nicht standardisierten Fehlermeldungen automatisch analysiert und kategorisiert.
Kurz gesagt: Professionelles Bounce-Management verarbeitet Bounce-Meldungen automatisiert, hält so Kennzahlen sauber, verbessert die Verteilerqualität, spart Versandkosten und schützt vor allem Reputation und Zustellbarkeit, weil dauerhaft unzustellbare Adressen konsequent aus dem Versand genommen und Policy-Probleme erst nach der erfolgreichen Behebung (z. B. SPF/DKIM/DMARC) erneut versucht werden.
Soft = erneut versuchen und beobachten
Hard = sperren und an den Ursachen schrauben
Policy = erst Technik/Regeln korrigieren, dann senden.
Eine gut funktionierende Bounce-Management-Software ist daher Pflichtbestandteil einer jeden professionellen E-Mail-Marketing-Lösung.
Bounces lassen sich nicht ganz vermeiden. Allerdings sollte man von vornherein dafür sorgen, dass die Bounce-Rate möglichst klein ausfällt, denn eine hohe Bounce-Rate kann auf lange Sicht die Zustellbarkeit Deiner Newsletter stark beeinflussen.
Die folgende Checkliste fasst die besten Tipps für eine niedrige Bounce-Rate zusammen:
Weniger Bounces sind das Ergebnis strukturierter Arbeit. Wer sauber zwischen Hard-, Soft- und Policy-Bounces unterscheidet, Codes richtig interpretiert sowie präventiv und automatisiert handelt, senkt die Bounce‑Rate, schützt die Reputation und steigert die Zustellbarkeit nachhaltig.
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