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Zustellbarkeitstest

Sicher haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt, ob Ihre Mailings auch wirklich im Postfach Ihrer Empfänger ankommen. Denn sobald Ihre E-Mail als Spam eingestuft wird, bekommt der Empfänger diese wohl nie zu Gesicht. E-Mail-Service-Provider schützen Ihre Kunden nämlich durch Spam-Filter vor unerwünschten und vor allem unseriösen Mailings. Damit Ihre Newsletter nicht als Spam eingestuft werden, sollten Sie ein paar Punkte beachten.

Denn wie extrem wichtig es ist, dass Ihre Mailings auch wirklich im Postfach Ihrer Empfänger landen, zeigt sich im Kapitel „Zustellbarkeit“ deutlich. Vermeiden Sie böse Überraschungen, indem Sie im Vorfeld prüfen, ob die Zustellbarkeit gewährleistet ist. Zwei unterschiedliche Tests sorgen dafür, dass sich die Chance erhöht, dass Ihre Newsletter wirklich da landen, wo sie sollen.

Server-Test

Im ersten Schritt wird die Wahrscheinlichkeit der Zustellbarkeit des Mailings überprüft. Technisch bedeutet das: Der Test kontrolliert, ob im DNS-Server einer bestimmten Domain ein SPF-Eintrag für den Mailserver vorhanden ist. Bei Verdacht auf eine gefälschte Absender-E-Mail-Adresse wird das Mailing nämlich eventuell nicht zugestellt.

SPF bedeutet Sender Policy Framework und ist eine Technik, die das Fälschen der Absenderadresse einer E-Mail erschweren soll. Der Empfangsserver des Mailings kontrolliert, ob im DNS-Server einer bestimmten Domain ein SPF-Eintrag für den Mailserver vorhanden ist.

Mögliche Testergebnisse könnten dabei wie folgt aussehen:

  • Ein positiver SPF-Eintrag des Mailservers ist vorhanden, d.h. der Mailserver ist autorisiert, Mailings unter dieser Domain zu versenden. Das Mailing wird versendet.
  • Es gibt keinen SPF-Eintrag oder er ist nicht ermittelbar. Wenn der Mailserver gar nicht im SPF-Eintrag gelistet ist, dann wird der Versand des Mailings nicht verhindert. Einige Provider geben aber trotzdem eine negative Spam-Wertung ab oder lehnen das Mailing ab. Oder: Wenn kein SPF-Eintrag für die Domain vorhanden ist, dann muss der Sender akzeptiert werden. Das Mailing wird versendet. Einige Provider geben Bonuspunkte für einen korrekten, existierenden SPF-Eintrag.
  • Ein negativer SPF-Eintrag des Mailservers ist vorhanden. Er verbietet den Versand des Mailings über diesen Mailserver.

Fragen Sie Ihren E-Mail-Marketing-Anbieter, wenn Sie keinen SPF-Eintrag für Ihre Domains haben. Dieser Eintrag erhöht die Zustellbarkeit Ihrer Mailings.

Anti-Spam-Test

Ebenfalls unter das Thema Zustellbarkeit fällt der Anti-Spam-Test. Denn obwohl ein gültiger SPF-Eintrag vorliegt, könnte Ihre Mail dennoch im Spam-Fach des Lesers landen. Das liegt oftmals an den Inhalten Ihrer Mailings.

Ein Anti-Spam-Test untersucht den Inhalt und den Betreff des Mailings auf Spam-verdächtigen Content. Je nach Art des E-Mail-Marketing-Programms, das Sie nutzen, kann ein solcher Test unterschiedliche Ergebnisse liefern. Manchmal werden dabei lediglich Warnhinweise gegeben und Inhalte markiert, die möglicherweise Spam-verdächtig sind. Allerdings könnten diese Inhalte durchaus gewollt sein. Prüfen Sie daher selbst noch einmal manuell Ihren Newsletter, wenn Ihnen Spam-verdächtige Inhalte angezeigt werden. Vielleicht lassen sich diese ganz leicht abändern, sodass sie unbedenklich für den Spam-Filter werden.

Ein paar kleine Tipps helfen dabei, dass Ihre Mailings nicht am Spam-Filter hängenbleiben:

  • Geben Sie immer eine vollständige Absenderadresse ein (real name).
  • Nutzen Sie nicht die Domains „.biz" und „.info".
  • Erstellen Sie kein Mailing, das fast nur Bilder enthält. Der Textanteil in einem Mailing sollte immer größer ausfallen als der Bildanteil.
  • Vermeiden Sie Text in zu kleiner oder zu großer Schriftart.
  • Vermeiden Sie Sätze in Großbuchstaben.
  • Vermeiden Sie Ausruf-, Dollar- oder Eurozeichen.
  • Vermeiden Sie zu wenig Kontrast zwischen Schriftart und Hintergrundfarbe.
  • Vermeiden Sie Spam-verdächtige Worte (your family, your job,...).
  • Vermeiden Sie URL-Shorteners zum Kürzen von langen URLs, da diese Domains häufig geblacklistet sind.

Eine tiefgreifendere Auseinandersetzung mit dem wichtigen Thema der Zustellbarkeit finden Sie im entsprechenden Kapitel. Dort erklären wir die aktuell wichtigsten Mechanismen, um Ihre Mailings sicher ans Ziel zu bringen.

Feedback-Loops

Als zusätzlicher Anker für die sichere Zustellung Ihrer E-Mails sollten Sie Feedback-Loops nutzen. E-Mail Service Provider geben Ihnen anschließend automatisch Auskunft über die wichtigsten Kennzahlen in dem Bereich: So werden Sie über schlechte Zustellquoten, technische Fehlkonfigurationen, einen zu hohen Spam-Verdacht sowie Empfängerbeschwerden informiert.

Die dadurch gewonnenen Zahlen können Sie in Ihr Reporting einfließen lassen, um die Qualität Ihrer Mailings zusätzlich zu steigern. Oftmals können schlechte Werte aus einem Feedback-Loop dazu führen, dass an den richtigen Stellschrauben gedreht wird. Und letzten Endes wirkt sich das dann positiv auf Ihre Mailings und deren Zustellbarkeit aus.