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E-Mail-Marketing-Strategie entwickeln

Herangehensweise und Strategieentwicklung (Warum?)

Haben Sie schon mal ein Haus gebaut ohne überhaupt einen richtigen Plan zu haben? Natürlich ist die Frage nicht ganz ernst gemeint – verdeutlicht aber ganz gut, wie es sich mit dem E-Mail-Marketing verhält, denn wenn das Fundament bereits verpfuscht ist, wird das Haus später schief stehen oder in sich zusammenbrechen. Solche Fehler sind im Nachhinein nur sehr schwer zu korrigieren. Genauso verhält es sich beim E-Mail-Marketing: Ein guter Plan, also eine Strategie, ist die Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Ausbau des bestehenden E-Mail-Marketings oder einen kompletten Neuanfang.

Dieser Beitrag liefert Ihnen Expertenwissen, um selbst eine Strategie entwickeln zu können. In den folgenden Abschnitten lernen Sie, wie Sie vorgehen und auf was Sie achten sollten. Falls Sie völlig neu im E-Mail-Marketing sind, dann schauen Sie sich doch zuerst einmal unseren Beitrag „Warum E-Mail-Marketing?“an.

Am Anfang steht die Strategie

Effizientes E-Mail-Marketing braucht also eine Strategie. Nur dann werden Sie Erfolg haben. Hierbei müssen sie einige grundsätzliche Fragen beantworten: Wen möchte ich erreichen? Was sind meine Ziele? Wie kann ich meinen Erfolg messen? Wann erreiche ich meine Empfänger am besten? Was beeinflusst meinen Erfolg positiv? Und wie kann ich mein E-Mail-Marketing weiterentwickeln?

Das ist ganz schön viel auf einmal. Also nähern wir uns den Fragen Schritt für Schritt. Dazu eignet sich erneut ein Vergleich, nämlich der eigene Garten hinter dem Haus. Stellen Sie sich einmal vor, Sie hätten ein neues Häuschen gebaut und dahinter genügend Fläche für einen prächtigen Garten. Bevor Sie mit der Bepflanzung loslegen können, müssen Sie einen Plan – oder zumindest eine ungefähre Idee – haben, wie der Garten aussehen sollte: Wird es ein Nutzgarten mit Obstbäumen und Gemüsebeeten? Oder lieber ein Ziergarten mit einer wunderschönen Blütenvielfalt? Oder möchten Sie doch lieber Platz für Pool und Sandkasten einplanen? Welche Werkzeuge brauchen Sie dafür? Über diese Dinge müssen Sie sich im Vorfeld im Klaren sein.

Beim E-Mail-Marketing ist es nicht anders: Nur mit einem konkreten Plan werden Sie erfolgreich sein können. Daher legen Sie nicht einfach blind los, sondern nehmen Sie sich Zeit, um alles in Ruhe zu planen. Steht die Strategie, kann es endlich losgehen.

Auf gesundem Boden sprießt mehr

Ein kleiner Tipp zu Beginn: Halten Sie Ihre Strategie immer schriftlich fest. So fällt es später viel leichter nicht vom Weg abzukommen. Je kürzer und prägnanter die Strategie formuliert ist, desto besser bleiben Sie in der Spur.

Ist der Plan dann erst einmal zu Papier gebracht, geht es an die Grundlagenarbeit: Kümmern Sie sich um einen gesunden, ertragreichen Boden. Während Sie im Garten fleißig umgraben, Unkraut jäten und düngen, bedeutet dieser Schritt im E-Mail-Marketing für einen sauberen Adressverteiler zu sorgen. Wie Sie dabei im Detail vorgehen, verraten wir im Kapitel „Verteileraufbau und Verteilerpflege“.

Kurz zusammengefasst: Ein durch Marketingmaßnahmen selbst aufgebauter und aktuell gepflegter Adressbestand bringt Sie auf lange Sicht weiter als kurzfristig eingekaufte Adressen – diese verseuchen Ihren wertvollen Boden nur.

Den Garten richtig anlegen und gestalten

Nach den ersten beiden Schritten stellen sich nun Fragen wie: Welche Pflanze braucht einen Schatten- oder Sonnenplatz? Dürfen Kopfsalat und Petersilie nebeneinander stehen? Welche Farben sollen dominieren? Bei der Gartengestaltung gibt es einige Punkte zu beachten – ebenso beim ersten Newsletter. Starten Sie daher mit einem Konzept. Als kleine Starthilfe zeigen wir Ihnen im Kapitel "Inhalt und Gestaltung", was Sie beim Aufbau Ihrer Mailings beachten sollten.

Dann endlich geht es an die Inhalte! Knackige Texte, hochwertige Grafiken und kreative Präsentationen sind das A und O. Sehr wichtig dabei: Vernachlässigen Sie nicht die Personalisierung. Diese ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren im E-Mail-Marketing. Wann und in welcher Frequenz Sie Ihre Inhalte versenden, spielt auch eine große Rolle. Für tiefere Einblicke in dieses Thema schauen Sie in das Kapitel „Versand“ hinein.

Die Saat beobachten, hegen und pflegen

Ist die Saat einmal ausgebracht, heißt es beobachten und geduldig sein. Nehmen Sie geeignete Werkzeuge in die Hand: Aussagekräftige Kennzahlen aus Tracking-Tools oder Vergleichswerte aus einem Benchmark unterstützen Sie dabei, die richtigen Rückschlüsse für Ihr E-Mail-Marketing zu ziehen. Manchmal hilft es, umzupflanzen oder zu düngen. Auch ein Blick in Nachbars Garten kann neue Ideen liefern.

Um effizient weiterzuarbeiten, verschaffen Sie sich einen Überblick zum Thema "Tracking und Reporting". Lesen Sie alles rund um die wichtigsten Kennzahlen im E-Mail-Marketing und sehen Sie nach, wo Ihre Werte im Branchenvergleich liegen.

Inspiration für kreative Gärten

Scheuen Sie nicht davor zurück, etwas Besonderes auszuprobieren: Einen Gartenteich anzulegen mag im ersten Moment kompliziert klingen. Mit ein paar Tipps vom Profigärtner lässt sich der Plan dann aber doch einfacher als gedacht umsetzen. Mit kreativen, informativen Newslettern setzen Sie ebenfalls Akzente in Ihrem E-Mail-Marketing. Das Beste daran: Auf diese Weise bleiben Sie im Gedächtnis und heben sich von der Masse ab.

Nutzen Sie beispielsweise Newsletter-Templates, um beeindruckende Mailings zu erstellen. Binden Sie dabei Inhalte automatisiert in Ihr E-Mail-Marketing ein und Ihre Botschaften erreichen zur richtigen Zeit am richtigen Ort Ihre Empfänger. Aber welche Inhalte aus welchen Systemen lassen sich einbinden? Worauf kommt es bei der Umsetzung an? Und wie sieht das in der Praxis aus? Antworten auf diese Fragen finden Sie in den Kapiteln „Marketing Automation“ und „Versand“.

Doch bei Newslettern muss noch lange nicht Schluss sein. Lassen Sie sich inspirieren und trauen Sie sich ran an Transaktionsmails, Marketing Automation und Reaktivierungskampagnen – Ihre Empfänger werden Sie mit hohen Öffnungs- und Klickraten belohnen. Und keine Sorge: Viele dieser Begriffe lassen sich entmystifizieren, wenn sie einmal genauer angeschaut wurden.

Ziele definieren (Was?)

Ist die Strategie einmal entwickelt, sollten Ziele definiert werden. Um beim Beispiel des Gartens zu bleiben: Will ich mich ständig um den Garten kümmern oder ihm freien Lauf lassen und Wildwuchs zulassen? Soll er vielleicht größer werden? Will ich einen Gärtner einstellen? Stelle ich ein paar Pflanzen um?

Mit klar definierten Zielen lassen sich nicht nur Gärten, sondern auch E-Mail-Kampagnen besser planen. Außerdem bilden Ziele die Grundlage für die Optimierung  nachfolgender Mailings und verhelfen so zu größerem Erfolg. Wichtig dabei ist, sich neben qualitativen auch quantitative Ziele zu setzen.

Folgende Fragen können dabei helfen:

  • Möchte ich mehr Kunden gewinnen?
  • Möchte ich die Kundenbindung stärken?
  • Möchte ich den Abverkauf fördern?
  • Möchte ich Prozesse unterstützen?
  • Möchte ich Ressourcen entlasten?

Drei mögliche Ziele verdeutlichen Ihnen in den folgenden Abschnitten beispielhaft, welche Absichten Ihre Mailings verfolgen könnten.

Informationen vermitteln

Das vielleicht simpelste Ziel eines Newsletters ist dessen wörtliche Übersetzung: Sie wollen schlicht und einfach Informationen, also News, verbreiten. Natürlich können damit weitere Ziele verbunden sein. Aber hier stehen die Neuigkeiten im Vordergrund. Sie sollten also sicherstellen, dass es sich tatsächlich um Neuigkeiten handelt. Dazu gehört auch, dass die News Ihre Empfänger rechtzeitig erreichen.

Website- bzw. Shop-Traffic generieren

Einer Studie der SeeWhy Conversion Academy zufolge verursacht E-Mail-Marketing mit über 50 Prozent den meisten Traffic in Online-Shops beziehungsweise Warenkörben. Erst weit danach folgen Kanäle wie SEO, SEM oder Social Media. Natürlich lassen sich diese Kanäle nicht über einen Kamm scheren, denn SEO und SEM haben zum Beispiel eine ganz andere Herangehensweise.

Allerdings zeigen diese Zahlen, dass E-Mail-Marketing ein hervorragendes Mittel ist, um Traffic auf Ihren Seiten zu generieren. Also könnte es ein Ziel sein, dass Ihre Mailings Aufmerksamkeit erzeugen und Besucher auf Ihre Website locken. Konversionen stehen hier allerdings nicht im Mittelpunkt.

Umsätze steigern

E-Mail-Marketing kann auch als Umsatzbooster für den E-Commerce dienen. In diesem Punkt hängt E-Mail-Marketing erneut die Social-Media-Kanäle ab: Laut einer McKinsey-Studie ist E-Mail-Marketing nämlich 40-mal effektiver als Social Media. 

Gerade was Konversionen betrifft, ist E-Mail-Marketing im E-Commerce ganz weit vorne. In dieser Studie wurde auch festgestellt, dass durch Newsletter im Schnitt zwei von drei Shop-Besucher konvertiert werden.

Zielgruppe festlegen (Wer?)

Sind die Ziele einmal definiert worden, geht es ans Publikum. Immerhin sollte man genau wissen, an wen man sich mit seinen Mailings wenden möchte. Daher ist eine Zielgruppenanalyse im Vorfeld unerlässlich. Der Aufwand lohnt sich, da Ihre Botschaften nur so direkt und erfolgreich bei den richtigen Empfängern ankommen.

Für die Bestimmung der Zielgruppen sind folgende Fragen relevant:

  • Wer sind meine Kunden und Empfänger?
  • Was mag mein Kunde?
  • Warum ist der Kunde bei mir?
  • Welche Daten habe ich zu den einzelnen Kunden bzw. Empfängern und darf ich diese nutzen?

Im nächsten Schritt sollten die Zielgruppen in Personas überführt werden. So lernen Sie Ihre Kunden und deren Bedürfnisse noch besser kennen. Dadurch können Sie Ihren Content noch gezielter an Ihre Empfänger anpassen und Streuverluste weiter reduzieren.

Der richtige Zeitpunkt (Wann?)

Natürlich haben die meisten Shop-Systeme auch die Funktion Serien-E-Mails zu versenden. Deren Funktionalitäten sind allerdings oft begrenzt. Der Einsatz einer E-Mail-Marketing-Software bietet Online-Shops daher viele Vorteile, wie dieser Abschnitt zeigen wird.

Es gibt viele Mittel und Möglichkeiten, Ihre Empfänger mit relevanten, zielgerichteten und individualisierten Inhalten zu versorgen. Dabei spielt der Customer Lifecycle eine entscheidende Rolle: Der Empfänger erhält Angebote passend zu seinem aktuellen Status im Kundenlebenszyklus. Was vielleicht kompliziert und aufwendig klingen mag, ist mit einer guten E-Mail-Marketing-Software realisierbar, denn damit können Kampagnen trotz Personalisierung automatisiert ausgesteuert werden. Welchen Herausforderungen Sie dabei begegnen und mit welchen Hilfsmitteln Sie diese meistern, erfahren Sie jetzt.

Customer Lifecycle

Was bedeutet Customer Lifecycle im E-Mail-Marketing? Ganz einfach: Maßgeschneiderte E-Mail-Marketing-Aktivitäten passend zum jeweiligen Kundenstatus der Empfänger. Die Empfänger werden nach ihren Phasen im Customer Lifecycle segmentiert, um daraus passende Ansprachen abzuleiten. So erhalten Empfänger inhaltlich und zeitlich abgestimmte Marketing-Impulse. Im Idealfall läuft dieser Prozess völlig automatisiert ab.

Die Kommunikation im Customer Lifecycle beginnt mit Interessenten, aus denen Neukunden generiert werden, die sich dann weiter zu Bestandskunden entwickeln. Ziel ist es, den Kundenwert sowie die Kundenbindung so zu steigern, dass der Zeitpunkt des inaktiven Kunden möglichst weit nach hinten verschoben oder sogar ganz verhindert werden kann. In jeder Phase gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, den Empfänger passend anzusprechen.

Interessent:

In der ersten Phase geht es um die Gewinnung von Interessenten und darum, wie aus diesen Kunden werden. Der Erstkontakt ist entscheidend, deshalb spielt die Newsletter-Anmeldung im E-Mail-Marketing eine wesentliche Rolle. Schon bei der Anmeldung gilt es verschiedene Herausforderungen zu meistern, damit Interessenten zu potentiellen Kunden werden. Eine effektive und effiziente Kundenansprache ist der Grundstein, um mit zukünftigen Kampagnen den gewünschten Erfolg zu erzielen. Eine prominente Platzierung der Anmeldung, ein intuitives Anmeldeformular, ein rechtlich einwandfreies Double-Opt-in-Verfahren (DOI) sowie eine sinnvolle optionale Datenabfrage führen langfristig zum Erfolg. Was Sie bei der Newsletter-Anmeldung beachten sollten, erfahren Sie im Kapitel „Verteileraufbau und Verteilerpflege“.

Was Sie für den Anfang unbedingt wissen sollten: Zum Zeitpunkt der Anmeldung ist das Interesse der Empfänger besonders groß. Deshalb sollten möglichst früh Kaufanreize geschaffen werden. Das funktioniert beispielsweise durch Gutscheine als Dankeschön für die Newsletter-Anmeldung oder mittels einer Begrüßungsserie. Alle Aktivitäten zielen darauf ab, den Interessenten zu einer Konversion (erster Kauf) zu bewegen und diesen an das Unternehmen zu binden.

Neukunde:

Wenn die erste Konversion stattgefunden hat, ist es wichtig den Neukunden zu binden. Versenden Sie übersichtliche Transaktionsmails, die den Bestellprozess begleiten, zum Beispiel indem Sie den Versandstatus kommunizieren, Cross- und Up-Selling-Angebote platzieren oder die Zufriedenheit der Empfänger nach dem Bestellprozess abfragen. Die Teilnahme an der Umfrage kann wiederum mit einem Gutschein belohnt werden. Auch danach sollten Sie den Empfänger mit gezielten Informationen zu seinem Profil ansprechen: Passende Angebote, Produkte oder Zubehörartikel erwecken die Aufmerksamkeit. Mehr zu Transaktionsmailings und deren Auswirkung auf die Kundenbindung finden Sie im Kapitel „Marketing Automation“.

Bestandkunde:

Das Ziel ist erreicht: Aus einem Interessenten wurde ein Bestandskunde. Hier hört der Prozess jedoch nicht auf. Ein Bestandkunde benötigt intensive Pflege. Reine „Massen“-Werbung per Newsletter wird oft als nervend empfunden. Hier ist es besonders wichtig, den Kunden individuell und persönlich anzusprechen. Nutzen Sie alle Informationen und Empfängerdaten, um maßgeschneiderte Mailings aufzusetzen. Aber beachten Sie dabei immer die rechtlichen Voraussetzungen. Um Ressourcen zu sparen, dürfen Sie für Ihre Kampagnen auch automatisierte Trigger-, Transaktions- oder Serienmails nutzen. Hier ein paar Ideen, mit denen Sie die Kundenbindung intensivieren können:

  • Saisonale Anlässe: Valentinstag, Fastnacht, Mutter- und Vatertag, Ostern, Weihnachten...
  • Persönliche Anlässe: Geburtstag, Jubiläum (Kundenjubiläum oder der x. Kauf), Namenstag...
  • Interessante Aktionen: Kunden werben Kunden, Kunde hat einen gewissen Status erreicht (beispielsweise durch gesammelte Punkte pro Einkauf), Geburtstag eines gekauften Produkts (bei größeren Produkten, beispielsweise Fahrrad oder Auto)...
  • Regelmäßige Service-Mails: Produktneuerungen oder Hinweise für einen kostenlosen Produkt-Check
  • Regelmäßige individualisierte Cross- und Up-Selling Angebote

Inaktiver Kunde:

Ab wann ein Kunde als inaktiv gilt, muss jedes Unternehmen für sich selbst definieren. Inaktiv kann je nach Sichtweise folgendes bedeuten:

  • Ein Kunde öffnet seit langer Zeit keine Newsletter mehr.
  • Ein Kunde besucht den Online-Shop nicht mehr.
  • Ein Kunde hat seit einer gewissen Zeit keinen Kauf mehr getätigt.

Der Hauptgrund für diese Inaktivität ist meistens mangelnde Relevanz der Themen im Newsletter oder ein zu umständlicher Bestellprozess. In dieser Phase sollten sinnvolle Win-Back-Strategien eingeführt werden. Nachfolgend finden Sie Beispiele für Reaktivierungsmaßnahmen im Newsletter:

  • Spezielle Angebote, z.B. Sonderrabatte
  • Offene Kommunikation: „Wir vermissen Sie“
  • Warenkorbabbrecher-Mails mit den Produkten aus dem Warenkorb oder einer Rabatt-Aktion
  • Umfragen zur Zufriedenheit

Wenn trotz dieser Bemühungen keine Reaktion erzielt werden kann und die Empfänger schon seit langer Zeit inaktiv sind, sollten Sie diese aus Ihrem regulären Verteiler entfernen. Gegebenenfalls können Sie diese auch in einem gesonderten Verteiler festhalten. So verhindern Sie, dass Ihr Verteiler einschläft oder die Inaktivität sich negativ auf die Performance auswirkt.

Um aber tatsächlich den Kundenwert zu steigern, ist nicht nur der Kundenstatus relevant, sondern auch das Kundeninteresse bzw. –verhalten. Nur mit diesen Informationen können zielgerichtet relevante Inhalte an die Empfänger versendet werden.

Erfolgsfaktoren

Verschiedene Erfolgsfaktoren spielen bei der Zielerreichung im E-Mail-Marketing eine wesentliche Rolle. Wie bereits erwähnt, können dabei unterschiedliche Ziele verfolgt werden. Diese sollten möglichst zu Beginn einer jeden Kampagne definiert werden. Je nach Zieldefinition muss eine Kampagne, zum Beispiel zur Kundenbindung, völlig anders aufgebaut werden als eine zur Absatzförderung eines bestimmten Produktes. Eines haben jedoch alle E-Mail-Marketing-Kampagnen gemeinsam: Sie sollen das Unternehmen zum größtmöglichen Erfolg und damit zur Zielerreichung führen.

In den folgenden Abschnitten geben wir Ihnen einen Einblick in die verschiedenen Erfolgsfaktoren im E-Mail-Marketing. Diese können Ihnen dabei helfen, das Maximum aus jeder E-Mail-Marketing-Kampagne herauszuholen.

Rechtssicherheit: Verteileraufbau

Um erfolgreich im E-Mail-Marketing zu sein, müssen Sie einen rechtssicheren Verteiler aufbauen. Einen tieferen Einblick in dieses Thema bietet das Kapitel „Verteileraufbau und Verteilerpflege“. An dieser Stelle wollen wir lediglich betonen, wie wichtig ein solider Verteiler mit validierten Empfängern ist. Kaufen von Verteilerlisten ist daher keine Option. Mieten kann nur unter gewissen Umständen sinnvoll sein. Wir empfehlen jedoch, dass jedes Unternehmen selbst auf die Jagd nach eigenen Empfänger-Adressen gehen sollte. Nur so können Sie sicher sein, dass Ihr Verteiler auf rechtssicheren Füßen steht. Professionelle E-Mail-Marketing-Lösungen helfen Ihnen dabei, den Anmeldeprozess übersichtlich und rechtssicher zu gestalten.

Relevanz der Inhalte

Gleich vorweg eine Tatsache: Die E-Mail ist für Shop-Betreiber kaum wegzudenken. Allerdings nimmt die E-Mail-Flut auch zu – der Wettbewerbsdruck wird größer. Damit Öffnungs- und Klickraten weiterhin steigen und Abmelderaten sinken, ist es umso wichtiger im Posteingang aufzufallen. Also behaupten Sie sich mit Ihrem eigenen Newsletter. Sind die Inhalte nicht relevant oder gar langweilig, werden Abonnements schnell beendet oder die Newsletter landen schlichtweg im Spam oder Papierkorb des Mail-Clients. Das Schlüsselwort lautet „Relevanz“.

Doch wie schaffen Sie Relevanz in Ihren Mailings? Zahlreiche Möglichkeiten bietet der Customer Lifecycle, wie Sie bereits in den obigen Abschnitten erfahren haben. Kurz zusammengefasst: Liefern Sie die richtigen Inhalte zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Dazu zählt auch, dass Sie die Betreffzeile knackig formuliert und einen passenden Absender ausgewählt haben. Außerdem sollten die Inhalte natürlich zu Ihren Zielgruppen passen und – besonders wichtig –  personalisiert sein. Wenn ein Kunde das Gefühl hat, dass er eine Massenmail erhält, wird das Interesse schnell sinken.

Die folgende Auflistung zeigt Ihnen, mit welchen Elementen Sie im Newsletter die Relevanz für den Leser steigern können:

  • Roter Faden: Sorgen Sie nicht nur dafür, dass die Inhalte auf die Zielgruppe abgestimmt, sondern auch nachvollziehbar, sind. Geben Sie dem Newsletter einen Rahmen, um Ihre Inhalte zu präsentieren.
  • Personalisierung: Passen Sie Ihre Mailings so genau wie möglich auf den Leser an. Je individueller die E-Mail gestaltet ist, desto größer wird der Erfolg sein. Mit einer modernen E-Mail-Marketing-Software ist dies problemlos zu bewerkstelligen.
  • Design und Bilder: Überzeugen Sie Ihre Leser durch ein ansprechendes Auftreten. Denn die Optik ist der erste Eindruck, den ein Empfänger wahrnimmt, bevor er sich dem Text widmet – oder eben nicht, wenn ihm das Design missfällt.
  • Betreffzeilen: Kommen Sie in der Betreffzeile direkt auf den Punkt. So erhöhen Sie die Chancen, dass die E-Mail geöffnet wird.
  • Call-to-Actions: Führen Sie den Leser auf direktem Wege zu den Produkten, indem Sie deutliche Verlinkungen setzen.
  • Exklusive Inhalte: Ob Sie nun Nachrichten vermitteln oder neue Produkte anpreisen – wenn Sie mit exklusiven Inhalten auftrumpfen können, steigert dies das Interesse der Kunden.

Zustellbarkeit

Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die Erreichbarkeit der Empfänger, denn Voraussetzung für den Erfolg im E-Mail-Marketing ist natürlich, dass Ihre Mailings auch im Postfach landen und nicht etwa im Spam-Ordner untergehen. Eine hohe Zustellbarkeit erreichen Sie durch den Versand über zertifizierte und whitegelistete Versandserver. Zusätzlich helfen diverse Tests im Vorfeld dabei, Ihre E-Mails frei von spamverdächtigen Inhalten zu machen. Mehr zu diesem Thema finden Sie im Kapitel „Zustellbarkeit“.

Newsletter-Software

Mit der Wahl der Software, die Sie für Ihr E-Mail-Marketing nutzen, steht und fällt der Erfolg. In erster Linie sollte die Software natürlich Ihre Bedürfnisse und Zielsetzungen bedienen. Stellen Sie sich die Frage: "Kann das E-Mail-Marketing-Programm das leisten, was ich in meiner Planung in Betracht gezogen haben?"

Doch vielleicht haben Sie bei Ihrer Planung einige Punkte außer Acht gelassen. Deswegen lassen Sie sich bei den ersten Schritten ruhig von E-Mail-Marketing-Experten beraten. Beispielsweise unterschätzen einige Unternehmen, dass immer mehr Empfänger Ihre E-Mails auf dem Smartphone lesen. Die E-Mail-Marketing-Lösung sollte deshalb mit sogenannten „responsive Mailings“ auch auf mobile Endgeräte ausgerichtet sein.

Die Wahl der E-Mail-Marketing-Software bestimmt, wie gut Sie Ihre Visionen umsetzen können.

Integrationen

Alle beschriebenen und noch folgenden Punkte werden erst dann eine runde Sache, wenn die unterschiedlichen Systeme ineinandergreifen und sich ergänzen. Denken Sie daran, dass E-Mail-Marketing eine Teildisziplin des Online-Marketings darstellt. Daher sollten Sie Ihren Newsletter pushen, indem Sie auf unterschiedlichen Kanälen, wie Social Media, Blog oder der Webseite, auf ihn aufmerksam machen. Schauen Sie, dass sich die ausgewählte E-Mail-Marketing-Software problemlos in Ihre Datenumgebung integrieren lässt – das macht eine gute Software-Lösung nämlich aus. So schaffen Sie sich eine Basis für eine erfolgreiche Kommunikation.

Automatisierung

Ressourcen und Zeit einsparen: Ein professionelles E-Mail-Marketing-System bietet zahlreiche Möglichkeiten, Kampagnen zu automatisieren. Transaktions- oder Trigger-Mails können einmalig angelegt und automatisiert versendet werden. Die Individualisierung und Personalisierung kann durch die entsprechenden Empfängerdaten vorgenommen werden. Dafür ist eine passende Integration Grundvoraussetzung.  Mittels einer Content-Übernahme können sogar automatisiert Produkte aus einem Online-Shop per Eingabe der Produkt-ID in die Newsletter Redaktion übernommen werden. So können Newsletter schnell und effizient erstellt werden. Mehr zu dem Thema liefert das Kapitel „Marketing Automation“.

Newsletter-Design

Die Gestaltung und das Design eines Mailings sollte sich immer nach Ihnen richten – nicht umgekehrt. Anders ausgedrückt: Ihre Marke entscheidet über Design, Farben, Schriften und Bilder. Also fragen Sie sich: Was macht Ihre Marke aus und wie kann diese in den verschiedenen Online-Kanälen zur Geltung gebracht werden? Große, erfolgreiche Unternehmen haben eine starke Marke. Mit dieser Marke können Bilder, Farben, Wörter oder Emotionen verbunden werden. Genau diese Aspekte müssen sich im Design und Aufbau Ihrer Mailings wiederfinden.

Es ist daher wichtig, eine unverwechselbare, visuelle und eindeutige Identifikation im Newsletter zu erschaffen. Die meisten Unternehmen haben bereits eine Corporate Identity oder ein Corporate Design Manual der Marke und eventueller Sub-Brandings. Greifen Sie zwingend auf Ihre Marken-Richtlinie zurück und halten Sie sich auch beim E-Mail-Marketing an die Vorgaben. Im Idealfall gibt es vordefinierte Bildwelten, aus denen Sie sich für die jeweiligen Newsletter bedienen können. Vermeiden Sie Bilder, die nicht mit Ihrer Marke in Verbindung gebracht werden. Dies gilt selbstverständlich für alle Elemente im Newsletter. Ideal sind Bildwelten, die bereits bekannt sind, sodass die Empfänger ohne zu lesen zuordnen können, um welches Unternehmen es sich handelt. Bilddateien können beispielsweise aus Internetauftritten oder auch aus Printkampagnen entnommen werden.

Der Empfänger entscheidet in einem Bruchteil von Sekunden, ob er Ihr Mailing liest oder es in den Papierkorb verschiebt – deshalb ist das Design so wichtig.

Zusatz-Dienstleistungen

Eine gute E-Mail-Marketing-Software bringt Ihnen nichts, wenn Sie damit nicht umgehen können. In solchen Fällen ist es ratsam, mit dem Hersteller der Software in Kontakt zu treten und ihn um Unterstützung zu beten.

Manche Anbieter gehen neben dem "normalen" technischen Support sogar einen Schritt weiter und bieten Fortbildungen an. Dabei wird die Software bis ins Detail erklärt. Neulinge profitieren davon ebenso wie fortgeschrittene E-Mail-Marketer.

Viele Anbieter geben auf Ihren Webseiten darüber hinaus kostenlose Expertentipps in Form von Blog-Beiträgen, Webinaren oder Whitepapern.