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Web Fonts in Newslettern verwenden?

  • 08.08.2013 von Denis Simunec
  • Rubrik: Tipps und Tricks

Von kerzengerade bis hin zu wilden Farbkleksen reichen die heutigen typographischen Ergüsse im Internet. Kein Vergleich zu den einst handgearbeiteten Schriften wie der Futura von Paul Renner. Was an Schriftgestaltung 1927 noch kaum denkbar war, ist heute an jeder Ecke verfügbar und wird als Eyecatcher auch gerne gesehen. Durch unterschiedliche Browser und Clients weiß man als Marketer nie genau, in welcher Schriftart der Kunde seine E-Mail angezeigt bekommt.

Wäre es nicht wunderbar, wenn jeder Kunde seinen Newsletter mit der korrekten Schriftart zu sehen bekäme? Also keine unterschiedlichen Darstellungen und unpassenden Schriften mehr? Die so genannten Web Fonts, vom wohl beliebtesten Anbieter Google, versprechen genau dies für das World Wide Web. Doch wie verhält es sich eigentlich mit Web Fonts in Newslettern? Ist ein bedenkenloser Einsatz möglich? Dieser Frage gehen wir in folgendem Beitrag auf den Grund.

Was sind Web Fonts?

Als Web Fonts bezeichnet man eine Sammlung von Schriftarten, so genannter Fonts, die auf einem zentralen Server zur Verfügung stehen und somit gewährleisten, dass beispielsweise eine Homepage unabhängig vom jeweiligen Endgerät in der gewünschten Schriftart dargestellt wird. Bei Webseiten ohne Web Fonts, besteht die Problematik darin, dass die gewünschte Schriftart auf dem Computer des Nutzers installiert sein muss, um korrekt dargestellt zu werden. Dieses Problem umging man früher, indem man genutzte Schriften auf seinem eigenen Server bereitstellte.

Heutzutage bietet beispielsweise Google Fonts eine Reihe von Schriftarten über das Internet an, und gewährleistet somit, dass es nicht zur Anzeige einer Fall-back-Schrift kommt (Fall-back-Schriften setzt der Browser ein, wenn die gewünschte Schrift nicht verfügbar ist). In der Theorie müsste die gewünschte Font also lediglich in die Homepage oder den HTML-Newsletter integriert werden. Was bei der Homepage funktioniert, stellt uns jedoch im Newsletter-Bereich vor das alt bekannte Problem der Darstellbarkeit auf unterschiedlichen Endgeräten.

Web Fonts in den HTML-Newsletter einbinden

Die Integration bei Webseiten und Newslettern ist spielend einfach. Über einen [lt]link[gt]-Tag im [lt]head[gt]-Bereich wird die Schriftart in den Newsletter integriert.

Anschließend wird diese im [lt]Body[gt]-Bereich gekennzeichnet:

Doch genauso schnell wie die Integration umgesetzt werden kann, kommt auch das ernüchternde Ergebnis – Die meisten Clients stellen nur die Fallback-Fonts dar. Es werden also keine Web Fonts unterstützt. Lediglich Lotus Notes 8.0, iOS Mail, Apple Mail, Thunderbird 7 und der Android Standardclient (getestete Versionen: 4.A.34 und 4.0.1) unterstützen Web Fonts.

Fazit

Nach aktuellem Stand der Technik sollten Web Fonts im Newsletter nur unter bestimmten Umständen genutzt werden. Es ist nicht absehbar, ob die Funktion jemals komplett in E-Mail Clients verfügbar sein wird. Bei der Nutzung von Web Fonts sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, eine klassische Fall-Back-Schrift wie Arial oder Verdana zu verwenden, da diese Systemschriften in der Regel korrekt angezeigt werden. Zu guter Letzt und-, um Überraschungen zu vermeiden sollte das Layout auch in der Fall-back Schrift für den Kunden ansprechend aussehen und gut lesbar sein. Denn man weiß nie, wie sich das nächste Update auf die Darstellung des Newsletters auswirkt.

Über den Autor

Denis Simunec

Denis Simunec gehört zum Inxmail Template Services Team und arbeitet dort als Projektmanager. Sein Hauptgebiet ist die Projektführung und Abwicklung sowie die mobile Optimierung von Newslettern.

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