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Verkaufsstark texten im E-Mail-Marketing

  • 19.09.2013 von Stefan Gottschling (Gastautor)
  • Rubrik: Tipps und Tricks

Wie textet man in Shop oder E-Mail-Newsletter? Auch hier gibt es – wie im Printbereich – Erfolgsregeln und Verkaufskiller. Und die sollte man kennen. Weil Menschen diese Texte lesen. Denn in Kopf und Herz dieser Leser will man schließlich ankommen. Aber was beeinflusst die menschliche Wahrnehmung? Wann und warum lesen wir überhaupt? Welche Textraster versprechen Erfolg? Und wie ist das eigentlich mit Wortlängen, Satzlängen und Stilkriterien in einer Mail?

Ob in den alten oder in den neuen Medien der Kundenkommunikation: Sprache bleibt ein häufig unterschätzter Wettbewerbsfaktor, ein wunderbares Werkzeug oder aber eine Riesenchance, sich alles zu versauen.

Mehr Leselust: So sagt Ihre E-Mail „Lies mich!“

In der Informationsflut unserer Zeit droht man immer mehr zu ertrinken. Bis zu 100 E-Mails pro Tag? Bei vielen keine Seltenheit mehr. Klar, dass man aus der Vielzahl an Werbung und Newslettern auswählt und nur die wirklich liest, die einen überzeugen. Doch wie überzeugt gerade der eigene Newsletter oder eigene Werbe-E-Mail den Kunden? Wie schafft man es das „Lies mich!“ zu vermitteln?

Es ist einfacher, als man denkt. Denn es gibt 5 Hauptmotive, warum sich Menschen mit Informationen beschäftigen: Angst oder Druck, Neugier, Bekanntes, Nutzen und schnelle Auswertbarkeit. Erfüllt eine E-Mail mindestens eins davon, steigen die Chancen, dass sie gelesen wird. Was bedeutet das für den Text? Es gibt bestimmte Formulierungen und Tricks, mit denen man die einzelnen Motive auslösen kann.

Angst / Druck

  • Nur noch bis …
  • Gleich bestellen …
  • Limitierte Auflage …

Neugier

  • Entdecken Sie …
  • Testen Sie …
  • Probieren Sie …

Bekanntes

Mit einem bekannten Betreff ruft man sich leicht ins Gedächtnis der Newsletter-Empfänger. So öffnen Sie diese E-Mails gerne wieder – wenn der Inhalt das letzte Mal überzeugt hat. Ein Beispiel:

  • Ihr Textertipp im April: Social Media – Mehr Likes, mehr Fans, mehr „Renner-Potenzial“
  • Ihr Textertipp im März: 7 Techniken gegen Schreibblockaden

Nutzen

  • Neu: …
  • 30 % Rabatt …
  • Sparen Sie …

Schnelle Auswertbarkeit

Wir beschäftigen uns lieber mit Informationen, die schnell auszuwerten sind. Das heißt für den Text: Kurze Absätze vor langen Absätzen, kurze Zeilen vor langen Zeilen, kurze Sätze vor langen Sätzen, kurze Wörter vor langen Wörtern. Auch Hervorhebungen durch Fettung stechen ins Auge und werden zuerst erfasst. Hier müssen deshalb wichtige Informationen, Tipp oder Vorteile enthalten sein.

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Der Betreff: Mit Schwung in den Text …

Es gilt, einen aussagekräftigen, spannenden Betreff zu formulieren. Er soll den Empfänger auf den Inhalt neugierig machen und in die E-Mail hineinziehen. Am besten sucht man das „3-Wort-Wunder“, denn beim Blick auf Headlines und Co. erfasst das Auge 3 bis maximal 4 Wörter. Darum: Kurz fassen und den wichtigen Input an den Anfang des Betreffs packen!

Das Wichtigste muss zuerst gesagt werden. Aus „Heute verraten wir Ihnen, wie Sie mit Ihrem Texter-Tool einfach korrekt schreiben“ wird dann „Ihr Texter-Tool: Wie Sie einfach korrekt schreiben“.

Der Text: Verständlich bleiben ist das A und O!

Und wie baut man eine gute E-Mail nun inhaltlich auf? E-Mail-Autoren fassen sich kurz und orientieren sich an den Fakten. Lange Texte ermüden. Daumenregel für die Satzlänge: Um ca. 14 Wörter, denn das ist die Obergrenze für gesprochene Texte – und deshalb besonders verständlich. Wenn die E-Mail doch mal länger wird, gilt die alte Regel: „Das Wichtigste zuerst.“ Denn mit einem E-Mail-Empfänger ist es wie mit jedem Leser. Wer sich nicht informiert fühlt, langweilt sich und hört auf zu lesen. Also muss die Schlüsselfrage, die jeder Leser stellt schnell beantwortet werden: „Warum soll ich das lesen?“ Auch umständliche Satzkonstruktionen und viele Wortmonster strapazieren unnötig Geduld und Konzentration des Lesers. Eine einfache Regel lautet: Wir kaufen dort, wo wir verstehen.

Zum Schluss: Der gekonnte Abschwung

Die automatische Signatur von E-Mail-Programmen ist längst kein Geheimtipp mehr. Einmal entworfen, setzt das Programm von ganz alleine die vollständigen Kontaktdaten ans Ende der E-Mail. Umso wichtiger ist es, sich an die gängigen Konventionen zu halten. Unbedingt dabei sein sollten eine nette Grußformel à la „Mit den besten Grüßen“, der vollständige Name des Absenders, die Position im Unternehmen, Telefon- und Faxnummer sowie die Postanschrift. Auch hier gilt wieder: Man sollte sich auf das Wesentliche beschränken! Und den Leser nicht mit Privatadresse, Lebensmotto, Sternzeichen und Co überfordern. Der Empfänger soll es so einfach wie möglich haben, beruflich mit dem Absender in Kontakt zu treten. Ausführliche Angaben zur privaten Person haben deshalb an dieser Stelle nichts zu suchen.

Noch mehr rund um verkaufsstarke Texte hören Sie in meinen Texterseminaren oder lesen Sie im kostenlosen Textertipp.

Über den Autor

Stefan Gottschling (Gastautor)

Stefan Gottschling leitet den Texterclub und den SGV Verlag, ist Fachautor, Dialogmarketer und Texter aus Leidenschaft. Er war Texter und Kreativchef eines großen Fachverlags, Geschäftsführer einer Multimedia-Agentur (Deutscher PR-Preis), einer der Gründer und Geschäftsführer der Textakademie GmbH. Heute ist er als Vorstand des Bundesverbandes professioneller Werbetexter Deutschland e.V. (BPWD) und des Instituts für messbare Werbung & Verkauf (IMW) aktiv. Gottschling gilt als Spezialist für verkaufsstarke Texte. Seine Bücher, der kostenlose Textertipp und seine Texterseminare gehören zu den Standards in der Texter-Ausbildung.

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