Inxmail Blog

20 Jahre Inxmail

Newsletter und Transaktionsmails für Smartwatches optimieren

  • 29.09.2015 von Michael Waßmer
  • Rubrik: Fachwissen

Die zunehmende Verbreitung von Smartwatches und die Unterschiede von Herstellern, Modellen und Betriebssystemen stellen Versender von E-Mailings vor große Herausforderungen. Einerseits bietet die neue Geräteklasse die Chance für echte 1:1-Kommunikation, andererseits wird es zunehmend schwieriger, aus der Masse unterschiedlicher Benachrichtigungen hervorzustechen und die Aufmerksamkeit des Nutzers zu erlangen. Wir zeigen in diesem Beitrag, wie Newsletter und Transaktionsmails für Smartwatches optimiert werden können.

Zukünftig wird der Auswahlprozess, ob ein E-Mailing gelesen wird oder nicht, auch am Handgelenk der Empfänger stattfinden. In Sekundenschnelle werden dort E-Mails markiert, gelöscht oder zum Weiterlesen auf das Smartphone geschickt. Überspitzt gesagt geschieht all das auf Grundlage der Darstellung einiger weniger Zeichen auf einem kleinen Bildschirm.

Für Versender stellt sich deshalb die Frage, wie die eigenen E-Mailings so optimiert werden können, dass diese auch auf Smartwatches optimal dargestellt werden, das Interesse der Empfänger wecken und diese zu einer – wie auch immer gearteten – Reaktion veranlassen.

Grundsätzlich gibt es dabei zwei unterschiedliche Ansatzpunkte: Die allgemeine Optimierung erfolgt unabhängig von Endgeräten. Die spezifische Optimierung hingegen erfolgt speziell für bestimmte Smartwatches.

Allgemeine Optimierung

Die allgemeine Optimierung von E-Mailings für Smartwatches basiert auf den allgemeinen Grundsätzen von gutem E-Mail-Marketing und kommt deshalb auch der Darstellung auf anderen Endgeräten zugute.

Das Versenden von relevanten Inhalten ist die Grundlage von erfolgreichem E-Mail-Marketing. Gleichzeitig ist es jedoch genauso wichtig, dass diese Inhalte für den Empfänger auch unmittelbar als relevant erkennbar sind. Bei Smartwatches gilt das besonders, da hier der Empfänger häufig nur einen kleinen Teil der Nachricht – meist die ersten Zeilen – zu sehen bekommt.

Aus Marketingsicht muss beim Versenden von E-Mailings zwischen Newslettern und Transaktionsmails unterschieden werden.

Newsletter

Newsletter fordern die Leser in der Regel zu einer Aktion auf. Dies kann beispielsweise der Besuch einer Webseite, eine Anmeldung zu einem Event oder der Kauf in einem Online-Shop sein. Da eine Reaktion des Empfängers auf einer Smartwatch nicht oder nur eingeschränkt möglich ist, wird dazu ein weiteres Endgerät – meist das mit der Uhr gekoppelte Smartphone – benötigt.

Die Hemmschwelle, eine auf der Smartwatch begonnene E-Mail auf dem Smartphone oder dem Desktop-Computer zu öffnen und weiterzulesen, ist jedoch sehr hoch. Denn die E-Mails auf der Smartwatch für ein späteres Lesen zu markieren, und dies dann tatsächlich auch zu tun, erfordert ein gehöriges Maß an Disziplin, das die Wenigsten aufbringen werden. In der Regel muss deshalb das Interesse beim Lesen der Nachricht auf der Smartwatch so stark sein, dass die E-Mail sofort auf dem Smartphone geöffnet wird.

Um sofort Interesse zu wecken, muss der Mehrwert deshalb in den ersten Zeilen und Wörtern der E-Mail deutlich werden. Folgende Basis-Tipps gilt es dabei zu beachten:

  • Absendername: Ein kurzer, aber eindeutiger Absendername mit dem Zusatz „Newsletter“ hilft dem Empfänger, den Versender und Mailingtyp eindeutig zu erkennen. Auf einer Smartwatch ist der Absendername meist das vom Empfänger zuerst gesehene Element einer E-Mail.
  • Betreffzeile: Wichtiges gehört an den Anfang! Die Betreffzeile wird auf den meisten Smartwatches in den Benachrichtigungen angezeigt, auch wenn der eigentliche Nachrichteninhalt nicht dargestellt werden kann.
  • Pre-Header: Der Pre-Header wird von vielen Smartwatches noch vor dem eigentlichen Nachrichteninhalt angezeigt. Geschickt genutzt erweitert dieser den Betreff, da der Betreff auf manchen Smartwatches gekürzt wird.
  • Nachrichteninhalt: Auch hier gilt: Wichtiges an den Anfang stellen, denn nur die wenigsten Smartwatches bieten die Möglichkeit, den vollen Text der E-Mail zu lesen.
  • Keine Füllwörter: Direkt auf den Punkt kommen!
  • Keine Wiederholungen: Keinen Platz durch Wiederholung von Absender und Markennamen verschwenden.
  • Split-Tests: Besonders gute Absendernamen, Betreffzeilen, Pre-Header und Newsletter-Texte lassen sich durch Split-Tests herausfinden. Manchmal machen schon kleine Änderungen von Wörtern und Satzstellung einen großen Unterschied aus.

Ein gutes Beispiel liefert der IKEA Newsletter. Von diesem werden auf der Pebble Smartwatch nur vier Wörter angezeigt. Trotzdem ist sofort klar, wer der Absender ist, um welche Art von Mailing es sich handelt und dass es dabei um Produktangebote aus der Kategorie Aufbewahrung/Ordnung geht.

Transaktionsmails

Transaktionsmails dienen in erster Linie dazu, den Empfänger über den Status einer Transaktion zu informieren. Die Aufforderung zu einer Reaktion durch den Empfänger, z.B. im Rahmen von Cross- und Up-Selling-Kampagnen, steht meistens an zweiter Stelle. Dementsprechend geht es bei der allgemeinen Optimierung für Smartwatches bei diesem Mailingtyp darum, wie diese Informationen auf einer Smartwatch transportiert werden können.

  • Absendername: Hier reicht der Firmen- oder Markenname ohne Zusätze. Je kürzer, desto besser.
  • Betreffzeile: Ganz an den Anfang gehören die Transaktionsart und der Status, wie beispielsweise „Bestellbestätigung“, „Versandbestätigung“ oder „Zahlung erhalten“. So wird sofort klar, um was es geht.
  • Pre-Header: Der Pre-Header kann weitere Informationen zur Transaktion beinhalten oder den Übergang zu einer Handlungsaufforderung darstellen.
  • Nachrichteninhalt: Enthält die ausführliche Information zur jeweiligen Transaktion, z.B. den Inhalt des bestellten Warenkorbs.

HTML-Teil

Smartwatches mit Android Wear und die Pebble Smartwatch beziehen die in den Benachrichtigungen angezeigten Texte aus dem HTML-Teil der E-Mail. Deshalb setzt die Optimierung für diese beiden Arten von Smartwatches hier an. Es handelt sich dabei jedoch um eine allgemeine Optimierung, die auch Auswirkung auf andere Arten von Endgeräten hat.

Problematisch bei den beiden Arten von Smartwatches ist, dass diese den Text aus dem HTML-Teil der E-Mail ohne jegliche Formatierungen anzeigen. Dadurch werden Texte, die auf einem anderen Endgerät ganz klein am oberen Rand angezeigt werden, auf einmal genauso dargestellt, wie der Hauptinhalt der Nachricht.

Links zur Webansicht und ähnliches

So wird beispielsweise direkt nach dem Pre-Header der Link zur Webansicht oder die Aufforderung, den Versender zum Adressbuch hinzuzufügen, angezeigt. Nachfolgendes Beispiel zeigt die Darstellung eines Links zur Profilverwaltung und zur Webansicht.

Folgende Lösungsmöglichkeiten gibt es für dieses Problem:

  • Kürzen: Dadurch sind diese Links weniger auffällig und nehmen weniger Platz weg.
  • In Klammern setzen: Dadurch wird ersichtlich, dass die Texte weniger wichtig sind.
  • Weglassen: Dadurch verschwinden die Texte ganz, aber auch die jeweilige Funktion.
  • Pre-Header verlängern: Dadurch rutschen die Texte weiter nach unten.

Horizontale Linien

Das einzige HTML-Element, das in unseren Tests von den Smartwatches mit Android Wear dargestellt werden konnte, waren horizontale Linien. Das [lt]HR[gt]-Tag wird von anderen Endgeräten als durchgehende Linie dargestellt. Auf den Smartwatches mit Android Wear erfolgte die Darstellung jedoch als eine Reihe von Bindestrichen. Die Anzahl der Bindestriche betrug im Test 32, was dazu führte, dass diese zweizeilig dargestellt wurden.

Mit horizontalen Linien kann der sonst auf den Smartwatches mit Android Wear ohne Abstände zwischen den Absätzen dargestellte Text etwas aufgelockert werden. Diese Linien erscheinen jedoch auch auf anderen Endgeräten und sollten daher sparsam eingesetzt werden.

Text-Teil

Da die Apple Watch bei so gut wie jedem normalen E-Mailing auf die Text-Variante zurückgreift, setzt die allgemeine Optimierung für die Apple Watch hier an. Dabei gilt auch wieder, dass die Änderungen an der Text-Variante Auswirkungen auf die Darstellung auf anderen Endgeräten haben. Der Gestaltungsspielraum ist, bedingt durch das Text-Format, sehr gering.

Im Test wurden im Text-Teil lediglich Zitate von der Apple Watch als solche erkannt und entsprechend farblich markiert. Alle anderen Elemente wurden als normaler Text dargestellt.

Whitepaper-Tipp: E-Mail-Marketing für Smartwatches

<></><></><></>

Dieser Beitrag ist Teil des Whitepapers E-Mail-Marketing für Smartwatches.

Mit aktuellen Smartwatches erreichen E-Mails den Nutzer nun auch direkt am Handgelenk. Für Versender von Newslettern und Transaktionsmails bedeutet das neue Herausforderungen. Das Whitepaper erklärt, wie E-Mails auf gängigen Smartwatches dargestellt werden und welche Möglichkeiten es zur Optimierung gibt.

Hier können Sie das Whitepaper E-Mail-Marketing für Smartwatches kostenlos herunterladen.

Über den Autor

Michael Waßmer

Michael Waßmer ist fachlicher Leiter Online- und Performance-Marketing bei Inxmail. Als Experte für E-Mail-Marketing und "irgendwas mit Computern" ist der ehemalige Trainer und Consultant zudem Autor zahlreicher Fachbeiträge und Blogartikel.

Zur Übersicht

Wissen

Ob Studien, Whitepaper, Webinare oder Case Studies – hier haben wir noch mehr E-Mail-Marketing-Wissen für Sie zusammengestellt:

Produkte & Services

Sie interessieren sich für unsere leistungsstarken Produkte oder unsere Services? Hier erfahren Sie mehr:

Inxmail Newsletter

Bleiben Sie mit unserem Newsletter auf dem Laufenden: Melden Sie sich gleich an und bekommen Sie Neuigkeiten rund ums E-Mail-Marketing direkt in Ihr Postfach.

Jetzt anmelden