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Studie: Newsletter-Anmeldung – Rechtliches (Teil 4)

  • 28.10.2013 von Michael Waßmer
  • Rubrik: Fachwissen

Im vierten und letzten Teil der Serie zur Newsletter-Anmeldung bei den 50 größten deutschen Online-Shops geht es um das Thema Recht. Dabei wurde in erster Linie untersucht, inwiefern sich Online-Shops an allgemein anerkannte rechtliche Grundsätze halten. Welche dies sind, hat der Bundesverband der digitalen Wirtschaft (BVDW) in seinem Whitepaper Handlungsempfehlung für rechtssicheres E-Mail-Marketing und Newsletter-Versand ausführlich erläutert.

Rechtliches: Einwilligung, Widerrufsrecht, Datenschutz

Die Einwilligung der Empfänger zum Erhalt von werblichen E-Mails und zur Erhebung, Speicherung und Verarbeitung von Personendaten ist zwingende Voraussetzung für seriöses E-Mail Marketing. Die Einwilligungserklärung wird in der Regel bei der Newsletter-Anmeldung in Form eines kurzen Textes angezeigt. Dies war bei etwas mehr als dreiviertel aller untersuchten Online-Shops der Fall.

Grundsätzlich muss der Empfänger bereits bei der Erhebung der Daten auf das jederzeitige Widerrufsrecht hingewiesen werden. Dies erfolgte jedoch bei nicht einmal der Hälfte der Shops.

Etwas besser sah es da beim Datenschutz aus – immerhin knapp sechzig Prozent hatten hier den gesetzlich geforderten Hinweis zum Datenschutz oder einen Link zur entsprechenden Datenschutzerklärung angegeben.

Nachfolgende Abbildung zeigt die prozentualen Anteile von vorhandenen Einwilligungserklärungen und Hinweisen auf das Widerrufsrecht sowie den Datenschutz.

Rechtliches: Checkbox

Die Abgabe der Einwilligungserklärung bei der Newsletter-Anmeldung muss separat von anderen Einwilligungserklärungen z.B. für das Anlegen eines Benutzerkontos abgegeben werden. In der Praxis muss der Empfänger dazu ein Häkchen setzen, mit dem er die Einwilligung zum Erhalt des Newsletters erteilt. Bei einer reinen Newsletter-Anmeldung ist dies nicht zwingend notwendig. Insgesamt mussten bei knapp vierzig Prozent der untersuchten Online-Shops entsprechende Checkboxen bestätigt werden.

Rechtliches: SSL

SSL (Secure Socket Layer) ist eine Technik zur verschlüsselten Übertragung von Daten über das Internet. Da bei der Newsletter-Anmeldung auch personenbezogene Daten übertragen werden, müssen diese ausreichend gegen den Zugriff von Dritten geschützt werden. SSL ist dafür die am weitesten verbreitete Technik. Diese wurde jedoch nur von knapp vierzig Prozent der untersuchten Online-Shops eingesetzt.

Fazit

Ich bin zwar kein Jurist und kann und darf deshalb keine rechtlich verbindlichen Bewertungen vornehmen. Für mein Rechtsverständnis fand ich es jedoch interessant, wie wenige der 50 größten deutschen Online-Shops sich an einfache rechtliche Grundsätze bei der Newsletter-Anmeldung halten. Meine Empfehlung für Marketer lautet deshalb, sich einerseits an den Grundsätzen für rechtlich unbedenkliches E-Mail-Marketing zu orientieren und andererseits den eigenen Newsletter-Prozess von einem fachlich versierten Juristen überprüfen zu lassen.

Weitere Beiträge der Serie:

Über den Autor

Michael Waßmer

Michael Waßmer ist fachlicher Leiter Online- und Performance-Marketing bei Inxmail. Als Experte für E-Mail-Marketing und "irgendwas mit Computern" ist der ehemalige Trainer und Consultant zudem Autor zahlreicher Fachbeiträge und Blogartikel.

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