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Studie: Newsletter-Anmeldung – Platzierung (Teil 1)

  • 07.10.2013 von Michael Waßmer
  • Rubrik: Tipps und Tricks

Im ersten Teil der Studie zur Newsletter-Anmeldung bei den 50 größten Online-Shops in Deutschland geht es um die Platzierung der Newsletter-Anmeldung auf der Website. Diese spielt eine entscheidende Rolle dabei, ob ein Interessent den Weg zur Newsletter-Anmeldung findet. Mit Platzierung ist die Position eines Links zum Anmeldeformular, eines Formular-Inputs zur direkten Eingabe der E-Mail-Adresse oder die Anmeldung über ein Popup-Fenster auf der Website gemeint.

Über die Studie zur Newsletter-Anmeldung

Ein umfangreicher E-Mail-Verteiler ist für die meisten Online-Shop-Betreiber ein wichtiges Erfolgskriterium. Schließlich sind die Empfänger des jeweiligen Newsletters in erster Linie potentielle Käufer der angebotenen Waren und Dienstleistungen. E-Mail-Marketing ist somit eine hervorragende Grundlage für mehr Umsatz von Online-Shops.

Für den Aufbau, die Vergrößerung, oder zumindest den Erhalt, eines vorhanden Newsletter-Verteilers sind eine gute Platzierung und Benutzerfreundlichkeit der Newsletter-Anmeldung von großer Bedeutung. Das Beachten des Datenschutzes und weiterer rechtlicher Aspekte gehört dabei ebenso zu einem professionellen Erscheinungsbild. Der Blog-Beitrag Newsletter-Anmeldung optimieren erklärt dazu die entsprechenden Grundlagen.

Dabei stellt sich jedoch die Frage, wie erfolgreiche Unternehmen im Bereich E-Commerce diese Punkte konkret handhaben?

Ich habe mir deshalb einmal angesehen, wo die 50* größten Online-Shops in Deutschland die Newsletter-Anmeldung platziert haben, welche Daten sie dafür von den Empfängern abfragen und wie es mit der Einwilligungserklärung sowie den Hinweisen auf das gesetzliche Widerrufsrecht und den Datenschutz aussieht. Die Ergebnisse habe ich in einer vierteiligen Serie zusammengefasst.

* Eine kurze Anmerkung zur Vorgehensweise: Tatsächlich habe ich insgesamt 52 Online-Shops untersucht, von denen jedoch sechs für die Newsletter-Anmeldung einen Login voraussetzten. Deshalb ist die Fallzahl der für die meisten Schaubilder berücksichtigen Shops mit 46 etwas geringer. Für die Untersuchung habe ich mich am Ranking von Internetworld[nbsp]orientiert.

Platzierung der Newsletter-Anmeldung

Prinzipiell sollte die Anmeldung zum Newsletter für die potentiellen zukünftigen Empfänger so einfach wie möglich gestaltet sein. Die mehrfache Platzierung von Links und Formular-Inputs auf der Website steigert die Wahrscheinlichkeit, dass diese von den Interessenten gefunden werden. Viele der untersuchten Online-Shops hatten deshalb mehrere Möglichkeiten um zur Newsletter-Anmeldung zu gelangen auf ihrer Website verteilt.

Die folgende Abbildung zeigt, dass die meisten der untersuchten Online-Shops den Website-Besuchern auf der Startseite lediglich eine Möglichkeit, etliche jedoch auch zwei oder mehr Möglichkeiten zur Newsletter-Anmeldung zu gelangen anboten.

Bei einigen der untersuchten Online-Shops war die Newsletter-Anmeldung dermaßen versteckt, dass ich sie nur mit Hilfe von Google finden konnte. Das erklärt auch den relativ hohen Anteil an Webseiten ohne Möglichkeit zur Newsletter-Anmeldung. Ob dies an einer Geringschätzung der eigenen E-Mail-Marketing-Aktivitäten oder schlicht einer sehr schlechten Benutzerfreundlichkeit lag, konnte ich nicht erkennen.

Die einfachste Möglichkeit, um eine Newsletter-Anmeldung auf der Webseite zu ermöglichen, ist das Verlinken auf ein entsprechendes Anmelde-Formular. Dementsprechend häufig boten die untersuchten Online-Shops diese Variante an. Die häufigste Platzierung des Links erfolgte dabei im Footer, gefolgt von Header und Sidebar der Website. Aus dem Content wurde vergleichsweise selten auf die Newsletter-Anmeldung verlinkt. Folgende Abbildung zeigt die Häufigkeit der jeweiligen Platzierungen der Links zum Anmelde-Formular.

Generell sollte die Newsletter-Anmeldung möglichst prominent platziert sein, sodass diese für den Besucher der Website ohne zu Scrollen sichtbar ist. Eine Platzierung im Header oder in der Sidebar bietet sich deshalb besonders ein. Gegen eine zusätzliche Aufnahme des Links in den Footer spricht an sich nichts, eine alleinige Platzierung an dieser Stelle ist jedoch häufig schwer zu finden. Eine Verlinkung aus dem Content kann besonders dann Sinn machen, wenn die Newsletter-Anmeldung thematisch besonders gut zum Inhalt passt.

Formular-Inputs für die Newsletter-Anmeldung

Formular-Inputs bieten den Empfängern die Möglichkeit, ohne das vorherige Klicken auf einen Link ihre E-Mail-Adresse direkt in ein Eingabefeld einzutragen. Weitere Daten werden an dieser Stelle meist nicht abgefragt. Durch Absenden des Formulars wird entweder direkt der Anmeldeprozess angestoßen, oder es wird ein weiteres Formular für ergänzende Angaben aufgerufen.

Generell lässt sich diese Art der Newsletter-Anmeldung für den Website-Besucher sehr einfach gestalten. Im Idealfall muss nur die E-Mail-Adresse eingegeben werden. Dies bedeutet lediglich einen minimalen Zeitaufwand für die Interessenten. Das Eingabefeld benötigt jedoch etwas Platz auf der Webseite. Deshalb ist es in vielen Online-Shops im Footer zu finden. Die folgende Abbildung zeigt die Häufigkeiten der Platzierungen von Formular-Inputs auf der Website.

Grundsätzlich verkürzt diese Art der Newsletter-Anmeldung die Anzahl der Schritte, die für eine erfolgreiche Anmeldung notwendig sind. Je weniger Zeit eine Newsletter-Anmeldung in Anspruch nimmt, desto eher sind die Besucher der Webseite auch geneigt, sich für den Newsletter anzumelden. Die Platzierung der Einverständniserklärung und des Datenschutzhinweises stellt dabei jedoch aus gestalterischer Sicht eine Herausforderung dar.

Popup-Fenster sind eine effektive aber mit Sicherheit auch kontroverse Möglichkeit um eine Newsletter-Anmeldung zu ermöglichen. Dabei wird dem Besucher der Website ein Popup-Fenster mit dem Anmelde-Formular für den Newsletter angezeigt. Dieses kann natürlich auch ohne Ausfüllen weggeklickt werden. Manche Websites speichern diese Information, sodass das Popup-Fenster beim nächsten Besuch nicht erneut angezeigt wird.

Ein großer Vorteil von Popup-Fenstern ist die ungeteilte Aufmerksamkeit, da ohne die Newsletter-Anmeldung auszufüllen oder das Fenster weg zu klicken ein weiterer Besuch der Website nicht möglich ist. Dies ist jedoch auch gleichzeitig der größte Nachteil dieser Form der Newsletter-Anmeldung. Viele Besucher reagieren genervt und brechen im schlimmsten Fall ihren Besuch der Website ab. Dementsprechend setzten vergleichsweise wenige der untersuchten Online-Shops diese Art der Newsletter-Anmeldung ein. Dies zeigt folgende Abbildung.

Generell sind Popup-Fenster eine gute Möglichkeit um viele neue Empfänger zu generieren. Dabei sollten jedoch einige Dinge beachtet werden. Zunächst sollte die Newsletter-Anmeldung im Popup-Fenster so einfach wie möglich gestaltet sein. Zudem muss der Nutzen der Anmeldung und des Newsletters für den Empfänger deutlich hervorgehoben werden. Ein entsprechendes Begrüßungsgeschenk, in Form eines Gutscheins etc., kann dabei hilfreich sein. Weiterhin sollte sich das Popup-Fenster nach dem Absenden des Anmelde-Formulars selbständig schließen. Abschließend sollte es auch den Besuchern, die sich nicht für den Newsletter anmelden möchten oder bereits angemeldet haben, so einfach wie möglich gemacht werden, das Popup-Fenster zu schließen und dieses nicht erneut anzuzeigen.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Newsletter-Anmeldung an mehr als einer Stelle auf der Startseite des jeweiligen Online-Shops erscheinen sollte. Dabei bietet es sich an, an einer Stelle auf das Anmeldeformular zu verlinken und an einer anderen Stelle ein Formular-Input zur direkten Eingabe der E-Mail-Adresse zu verwenden. Viele der untersuchten Online-Shops hatten es so umgesetzt. Über die Verwendung von Popup-Fenstern lässt sich streiten. Grundsätzlich geht es dabei vor allem darum, die Besucher nicht zu nerven oder gar zu verärgern.

Weitere Beiträge der Serie:

Über den Autor

Michael Waßmer

Michael Waßmer ist fachlicher Leiter Online- und Performance-Marketing bei Inxmail. Als Experte für E-Mail-Marketing und "irgendwas mit Computern" ist der ehemalige Trainer und Consultant zudem Autor zahlreicher Fachbeiträge und Blogartikel.

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