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List-Unsubscribe-Header vereinfacht Newsletter-Abmeldung

  • 20.03.2015 von Michael Waßmer
  • Rubrik: Tipps und Tricks

Der List-Unsubscribe-Header bietet Empfängern eine zusätzliche Möglichkeit der Newsletter-Abmeldung. Es handelt sich dabei um eine Ergänzung der klassischen Abmeldeverfahren per Abmelde-Link oder Abmelde-E-Mail. Was die Vorteile des List-Unsubscribe-Headers sind und wie das Verfahren funktioniert, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Was der List-Unsubscribe-Header ist

Der List-Unsubscribe-Header bietet Empfängern eine einfache Möglichkeit, sich vom Newsletter abzumelden. Dazu werden im Quellcode der E-Mail für den Empfänger nicht sichtbare zusätzliche Abmeldeinformationen übertragen. Der List-Unsubscribe-Header hat keine Auswirkungen auf die Gestaltung des Newsletters.

Unterstützt der E-Mail-Client des Empfängers diese Funktion, wird dort in der Benutzeroberfläche eine Schaltfläche zum Abmelden vom Newsletter angezeigt. Klickt der Empfänger darauf, wird er aus dem Verteiler ausgetragen.

Der List-Unsubscribe-Header wird von großen Postfachanbietern wie zum Beispiel Outlook.com und Gmail unterstützt. Nachfolgender Screenshot zeigt die Möglichkeit zum Beenden des Newsletter-Abonnements in Outlook.com.

 

 

Vorteile des List-Unsubscribe-Headers

Für Empfänger bedeutet der List-Unsubscribe-Header in erster Linie einen Komfortgewinn durch die einheitliche Platzierung der Schaltfläche zum Abmelden im E-Mail-Client. Im Gegensatz zum klassischen Abmelde-Link muss nicht erst das Mailing vollständig geöffnet und bis zum unteren Ende heruntergescrollt werden.

Schwer auffindbare Abmelde-Links haben in der Vergangenheit nicht selten dazu geführt, dass Empfänger Newsletter und Mailings als SPAM markiert haben, anstatt sich regulär abzumelden. Dadurch wurden teilweise auch gewünschte Informationen gefiltert. Für die Versender sank durch die Markierung als SPAM die Reputation und somit die Zustellbarkeit ihres Newsletters.

Die Verwendung des List-Unsubscribe-Headers bietet also für Versender und Empfänger gleichermaßen Vorteile. Deshalb unterstützen auch immer mehr E-Mail-Clients der Empfänger dieses Verfahren.

Wie der List-Unsubscribe-Header funktioniert

Das Verfahren für den List-Unsubscribe-Header wurde bereits 1998 im Standard RFC 2369 spezifiziert und ist relativ schnell erklärt.

Im Header des Quellcodes der E-Mail wird eine Abmelde-URL oder eine E-Mail-Adresse für die Abmeldung hinterlegt. Da die unterschiedlichen E-Mail-Clients manchmal nur die Abmeldung per Link oder per E-Mail unterstützen, werden meist beide Möglichkeiten angeboten.

So sieht der List-Unsubscribe-Header dann im Quellcode aus, wenn sowohl die Möglichkeit per Abmelde-URL als auch per Abmelde-Mailing bereitgestellt werden:

Wird durch den E-Mail-Client der List-Unsubscribe-Header in einem Mailing erkannt, zeigt dieses eine Schaltfläche für die Abmeldung in der Programmoberfläche an. Klickt der Empfänger nun auf diese Schaltfläche, wird im Hintergrund automatisch die URL für die Abmeldung aufgerufen oder eine entsprechende Abmelde-E-Mail versendet.

CSA-Aufnahmekriterium List-Unsubscribe-Header

Die Certified Senders Alliance (CSA), der auch Inxmail angehört, verlangt von ihren Mitgliedern und deren Kunden das Einfügen eines List-Unsubscribe-Headers in den Header der E-Mail. In unserer Newsletter-Software Inxmail Professional ist diese Funktion deshalb standardmäßig verfügbar.

Die CSA schreibt dazu in den Aufnahmekriterien für die Teilnahme von Massenversendern an der Certifed Senders Alliance (CSA) (Seite 7, Abs. v):

„In den Header der E-Mail muss ein „List-Unsubscribe“ Link (siehe RFC2369) eingefügt werden. Die angegebenen Links müssen eine erleichterte Abmeldung mindestens auf Listenebene bewirken. Der List-Unsubscribe-Header enthält mindestens einen HTTP-Link. Der Versender kann dem Nutzer eine Bestätigungs-E-Mail für eine erfolgte Abmeldung übersenden.

Ausnahmen von dieser Verpflichtung können geltend gemacht werden, wenn es aus Gründen der Ausgestaltung des Dienstes und der damit einhergehenden Zusendung automatisierter E-Mails nicht erforderlich oder möglich ist, eine Abmeldung im vorgenannten Sinne durchzuführen. Über eine solche Ausnahme entscheidet die Beschwerdestelle. Im Falle einer Ausnahme muss ein „List-Help-Link“ (siehe RFC 2369 in den Header eingefügt werden. Der Link muss zu einer Hilfe- oder Login-Seite führen, die dem Empfänger erklärt, wie er sich von einer weiteren Zusendung abmelden kann bzw. weshalb dies aus zwingenden rechtlichen Gründen nicht möglich ist, unter Benennung dieser Gründe.“

Fazit: Der List-Unsubscribe-Header bringt Versendern und Empfängern viele Vorteile

Abschließend bleibt festzuhalten, dass der List-Unsubscribe-Header sowohl für Versender als auch Empfänger fast immer nur Vorteile bringt.

Eventuellen Bedenken, dass sich dadurch mehr Empfänger vom Newsletter abmelden ist entgegenzuhalten, dass der Grund für eine Abmeldung in der Regel nicht die Einfachheit des Abmeldeverfahrens, sondern die fehlende Relevanz oder die zu große Häufigkeit der Versendungen des jeweiligen Newsletters ist.

Der Erhalt der Reputation des Versenders durch weniger Missbrauch der „Als SPAM markieren“-Funktion zur Newsletter-Abmeldung durch die Empfänger sorgt für eine gleichbleibend hohe Zustellbarkeit und damit für nachhaltig erfolgreiches E-Mail-Marketing.

Über den Autor

Michael Waßmer

Michael Waßmer ist fachlicher Leiter Online- und Performance-Marketing bei Inxmail. Als Experte für E-Mail-Marketing und "irgendwas mit Computern" ist der ehemalige Trainer und Consultant zudem Autor zahlreicher Fachbeiträge und Blogartikel.

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