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25 Ideen um die Kundenbindung per E-Mail zu erhöhen

  • 13.03.2014 von Roman Schiffelholz
  • Rubrik: Tipps und Tricks

E-Mail-Marketing ist eine effiziente und effektive Methode für den Vertrieb und kann auch zur Kundenbindung eingesetzt werden. Leider nutzen nur wenige Marketer das volle Potential von E-Mails aus und beschränken sich stattdessen auf den regelmäßigen Versand von einfachen Newslettern. Startup-Gründer Aytekin Tank hat sich ausgiebig mit dem Thema E-Mail-Marketing beschäftigt und 25 verschiedene Arten von E-Mails identifiziert, mit denen die Kundenbindung erhöht werden kann.

Der Gründer von JotForm hatte jahrelang ebenfalls nur etwa 3-4 E-Mails pro Jahr an seine Kunden versendet, bis er sich näher mit dem Thema beschäftigte. Aytekin Tanks Ziel war es, sowohl die Qualität als auch Anzahl der E-Mails an seine Kunden zu steigern. In seinem Blogbeitrag auf Medium hat er 25 Arten von E-Mails identifiziert. Einige Ideen sind branchenspezifisch für die Entwicklung von Web-Apps, lassen sich aber problemlos auch auf andere Bereiche übertragen, wie meine Aufzählung zeigt:

1. Begrüßung

Begrüßungsmails nach der Anmeldung eignen sich hervorragend um neue Kunden an die eigene Marke und die eigenen Produkte heranzuführen. Denn die Aufmerksamkeit der Leser ist zu Beginn der Kundenbeziehung besonders hoch. Neben den Inhalten spielt dabei vor allem die Gestaltung der Begrüßungsmail eine besondere Rolle. Die Nutzer sollten zu Beginn nicht mit zu vielen Informationen überhäuft werden. Wenn Sie viel zu schreiben haben, teilen Sie die Begrüßungsmail besser in eine mehrteilige Serie auf.

2. Persönliche Begrüßung vom Firmengründer/Geschäftsführer/Ansprechpartner

Diese besondere Variante der Begrüßungsmail wird üblicherweise einige Stunden oder am Tag nach der Anmeldung an den neuen Empfänger gesendet. Durch die persönliche Komponente wird ein enger Kundenkontakt hergestellt. Im Idealfall wird dem Empfänger die Möglichkeit gegeben einen Ansprechpartner direkt per E-Mail oder telefonisch zu kontaktieren. Aytekin Tank musste diese Art der Begrüßungsmail wieder einstellen, da zu viele Empfänger die Kontaktmöglichkeit nutzten und er als Firmengründer nicht mehr jedem Einzelnen antworten konnte. Daher sollten Sie solche E-Mails nur versenden, wenn ausreichend Kapazitäten zur Verfügung stehen. Statt dem Firmengründer oder Geschäftsführer können natürlich auch die Kontaktdaten des zugewiesenen Kundenbetreuers versendet werden.

3. Proaktive Support E-Mail

Ähnlich wie bei der persönlichen Begrüßung kann einem Empfänger nach der Anmeldung proaktiv Support per E-Mail angeboten werden. JotForm versendete diese E-Mail einen Tag nach der Anmeldung und fragte, ob Hilfe bei der Bedienung der Web App nötig war. Aufgrund der hohen Antwortrate musste das Startup diese E-Mail ebenfalls einstellen. Bei knapp aufgestelltem Support kann diese Art von E-Mail auch nur an eine Teilmenge der Empfänger gesendet werden.

4. Anleitungen für neue Anwender

Besonders komplexe Anwendungen oder Produkte mit umfangreichen Funktionen sind erklärungsintensiv. Um die neuen Anwender nicht mit Informationen zu erschlagen, können einzelne Funktionen nach und nach in kleinen Anleitungen erklärt werden. Solche aufeinander aufbauenden Tutorials können als E-Mail-Serie in einer täglichen oder wöchentlichen Frequenz an die Empfänger versendet werden. Da eine zu hohe Versandfrequenz einer der häufigsten Abmeldegründe ist, sollte der Bezug einer solchen Serie optional sein und der Empfänger zu jeder Zeit die Möglichkeit haben die Serie abzubestellen.

5. Auflistung neuer Inhalte/Produkte

Mit dieser Art von E-Mails werden die neuesten Inhalte der Webseite oder die neuesten Produkte aus dem Shop versendet. Die Frequenz richtet sich nach der Anzahl neuer Inhalte und ist meist wöchentlich oder monatlich. Wichtig ist, dass die Inhalte auf die Interessen der Leser abgestimmt sind. Auch hier sollten die Leser die Möglichkeit haben, das Abonnement unabhängig vom regulären Newsletter zu beenden.

6. Beliebte Inhalte/Produkte

Diese E-Mail funktioniert ähnlich wie die zuvor genannte. Hierbei werden nicht die neusten sondern die beliebtesten Inhalte oder Produkte innerhalb eines festgelegten Zeitraums per E-Mail versendet. Dies können Inhalte der Webseite, Topseller aus dem Online-Shop, aber auch die meist gelesenen oder kommentierten Beiträge eines Forums oder einer Community sein.

7. Newsletter

Die meisten Marketer beschränken sich auf den Versand eines regulären Newsletters. Dieser wird häufig monatlich versendet. Die Inhalte sind bunt gemischt und oft eine Art Zusammenfassung aller hier vorgestellten Inhalte. Newsletter sind nur dann erfolgreich, wenn die Inhalte auf die Interessen der Leser abgestimmt werden und die Erwartungen der Empfänger erfüllen.

8. Ankündigung neuer Funktionen/Produkte

Neue Softwarefunktionen oder Verbesserungen sowie neue, wichtige Produkte können per Sondermailing angekündigt werden. Durch den Fokus auf einzelne, neue Features wird die Aufmerksamkeit beim Leser gesteigert. In einem regulären Newsletter würden diese Inhalte untergehen und man würde viel Potential verschenken. Durch ein Sondermailing wird die Wichtigkeit in den Vordergrund gestellt.

9. Meilensteine feiern

Der 1.000 User hat sich auf Facebook als Fan bekannt? Sie haben 5.000 Kunden? Es gibt viele Gründe zu feiern und Sie sollten keine Gelegenheit verpassen diese Erfolge zu kommunizieren. Den Erfolg haben Sie Ihren Empfängern zu verdanken. Nutzen Sie die Gelegenheit, um sich bei Ihren treuen Lesern dafür zu bedanken.

10. Veranstaltungen bewerben

Besonders Messen sind wichtige Veranstaltungen um Produkte vorzustellen und neue Kunden zu gewinnen. Aber auch kleinere Events oder Webinare tragen zum Unternehmenserfolg bei und können per Sondermailing angekündigt und beworben werden.

11. Umfragen

Umfragen eignen sich hervorragend, um mehr über die eigenen Kunden und deren Interessen zu erfahren. Auch Kundenfeedback zu Produkten oder über die Branche lässt sich mittels Umfragen einfach einholen. Im regulären Newsletter gehen Umfragen jedoch oft zwischen weiteren Themen unter. Mehr Reaktionen erhalten Sie, wenn Links zu Umfragen mittels Sondermailing versendet werden.

12. Umfrageergebnisse teilen

Bei Umfragen sind Sie auf die Teilnahme Ihrer Empfänger angewiesen um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten. Sie können sich revanchieren, indem Sie die Ergebnisse der Umfrage mit Ihren Empfängern teilen und ihnen diese per E-Mail zukommen lassen.

13. Gewinnspiele

Call-to-Actions, die auf Gewinnspiele verweisen, sind in regulären Newslettern meist die erfolgreichsten Links. Aus diesem Grund werden Gewinnspiele häufig als Anreiz integriert, damit der Newsletter von möglichst vielen Empfängern geöffnet wird. Als Standalone-Mailing funktionieren Gewinnspiele natürlich mindestens genauso gut.

14. Wettbewerbe

Mit Wettbewerben werden die Leser motiviert und gefordert, damit diese selbst an einem bestimmten Projekt mitwirken. JotForm startete beispielsweise einen Wettbewerb, nachdem eine neue API veröffentlicht wurde, und forderte die Leser auf, eigene Apps zu entwickeln. Als Anreiz wurde unter allen Teilnehmern ein Preis in Höhe von 5.000 US-Dollar verlost. Die Aufforderung zur Abgabe einer (Produkt-) Bewertung ist ein weiteres Beispiel, das von vielen Unternehmen in einem Sondermailing aufgegriffen werden kann.

15. Gewinner eines Gewinnspiels/eines Wettbewerbs bekanntgeben

Die Gewinner eines Gewinnspiels oder eines Wettbewerbs können per Sondermailing bekannt gegeben werden. Eine mit Bildern dokumentierte Gewinnübergabe lässt sich besonders wirksam vermarketen. Nebenbei sorgen Sie bei allen Teilnehmern des Gewinnspiels für Transparenz. Bei Wettbewerben können nicht nur die Gewinner, sondern auch die daraus entstandenen Ergebnisse, vorgestellt werden.

16. Verbesserungsvorschläge

Die Unterbreitung von Verbesserungsvorschlägen setzt entsprechende Kenntnisse über die Kunden und deren Nutzungsverhalten voraus. Wenn solche Informationen über die Kunden vorliegen, sind darauf basierende Verbesserungsvorschläge und Tipps für die jeweiligen Leser besonders relevant, was sich in hohen Öffnungs- und Klickraten wiederspiegelt.

17. Blog-Beiträge versenden

In einem Blog werden regelmäßig neue Beiträge veröffentlicht. Die neusten oder beliebtesten Inhalte können in einem Newsletter – mit beispielsweise monatlicher Versandfrequenz – aufgegriffen und kurz angerissen werden. Dies sorgt für zusätzlichen Traffic auf dem Blog, ohne zusätzliche Arbeit, denn solche Newsletter können komplett automatisiert werden. Um die Leser nicht mit einer zu hohen Versandfrequenz zu verärgern, sollte der Bezug des Blog-Newsletters optional möglich sein und unabhängig vom regulären Newsletter abbestellt werden können.

18. Zeitlich befristete (Rabatt-)Aktionen

Zeitlich befristete Aktionen sind eine gute Möglichkeit, um Leser schnell zu einer gewünschten Handlung zu bewegen, besonders wenn die Aktion auf das bisherige Kaufverhalten des Empfängers abgestimmt ist. Der Zeitraum für befristete Aktionen muss so gewählt werden, dass einerseits ein gewisser Druck aufgebaut wird, andererseits aber genug Zeit vorhanden ist um der Aktion zu folgen.

19. Follower und Freunde

Wenn Produkte soziale Aspekte enthalten, können die Kommentare und Reaktionen von eigenen Kontakten in Mailings zusammengefasst und individuell versendet werden.

20. Infografiken, E-Books oder Studien anbieten

Infografiken, E-Books oder Studien sind zwar recht aufwändig in der Erstellung, sie erfreuen sich aber auch großer Beliebtheit bei den Lesern. Häufig werden solche Dokumente erst gegen Abgabe der eigenen Kontaktdaten zur Verfügung gestellt. Bestandskunden können Sie diese Dokumente unaufgefordert zusenden und so Ihre Kunden zusätzlich binden.

21. Rechnungen

Bestellbestätigungen oder Rechnungen werden häufig direkt über den Online-Shop versendet. Leider stehen dem Marketer dort wenige oder keine Funktionen zur Auswertung, grafischen Gestaltung oder mobilen Optimierung zur Verfügung. Besser ist der Versand von Transaktionsmails über eine professionelle E-Mail-Marketing Lösung.

22. Feiertage

Weihnachten, Ostern und andere Feiertage sind ein idealer Anlass um den eigenen Kunden Glückwünsche oder Grüße zu senden. Mit Gutscheinen angereichert tragen diese E-Mails nicht nur zur Kundenbindung sondern zusätzlich zur Absatzförderung bei.

23. Kaufempfehlungen

Kaufempfehlungen, die auf dem bisherigen Kaufverhalten basieren, sind die Königsdisziplin der eCommerce-Branche im E-Mail-Marketing . Sie setzen eine Anbindung der E-Mail-Marketing-Software an den Online-Shop voraus. Da die Produktempfehlungen individuell für jeden Empfänger zusammengestellt werden, erreichen solche Mailings aufgrund ihrer hohen Relevanz die besten Responseraten.

24. Inaktive Nutzer/Kunden reaktivieren

Per E-Mail können inaktive Kunden besonders einfach reaktiviert werden. Es genügt das Datum der letzten Bestellung bzw. der letzten Nutzung zu kennen. Der Rest lässt sich vollständig automatisieren. Reaktivierungsmails setzen häufig auf einer emotionalen und persönlichen Ebene an und erinnern Empfänger an einen länger ungenutzten Dienst oder Online-Shop.

25. Nutzerstatistiken

Viele Dienste und Anwendungen lassen eine Auswertung der Nutzung zu. Diese Kennzahlen können mittels Schnittstelle vollautomatisiert in einem wöchentlichen oder monatlichen Mailing versendet werden. Sie sorgen somit für zusätzliche Transparenz und helfen etwaige Probleme festzustellen.

Fazit: Schreiben Sie Ihren Empfängern!

Die Aufzählung zeigt, dass E-Mail-Marketing wesentlich mehr Möglichkeiten bietet, als der Versand des regulären Newsletters. Sicherlich können Sie einige der 25 Ideen auf Ihre Firma und Ihre Zielgruppe übertragen und somit Ihre Kunden enger binden. Ihre Empfänger erwarten E-Mails über Produkte, die sie mögen. Solche E-Mails werden auch häufig weiter geleitet oder in sozialen Netzwerken geteilt und tragen damit auch zur Neukundengewinnung bei. Wichtig ist, dass Sie Ihre Empfänger in allen E-Mails persönlich ansprechen und sie mit individuell abgestimmten Inhalten versorgen.

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Roman Schiffelholz

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