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Google und Co. testen Empfehlungen zur Newsletter-Abmeldung (Teil 1)

  • 16.08.2018 von Michael Waßmer
  • Rubrik: Tipps und Tricks

Große Anbieter von E-Mail-Postfächern wie Gmail und Yahoo bieten ihren Nutzern immer mehr Möglichkeiten, die E-Mail-Flut in ihrem Posteingang besser zu beherrschen. Seit kurzem gibt es eine neue Funktion, mit der Anbieter ihren Nutzern proaktiv vorschlagen, ungelesene Newsletter abzubestellen. Wie das funktioniert und was das für E-Mail-Marketer bedeutet, haben wir in diesem Beitrag zusammengefasst.

Wie Android Police bereits im Dezember berichtete, testet Gmail aktuell ein neues Feature zur Abmeldung von Newslettern. Dazu wird dem Nutzer eine Infobox mit einem Abmeldevorschlag angezeigt. Durch einen einfachen Klick auf den entsprechenden Link erfolgt direkt die Abmeldung von der jeweiligen Mailing-Liste.

So funktionieren die Abmeldevorschläge

Es ist zwar noch unklar, auf welcher Basis die Algorithmen die Abmeldung vorschlagen. Trotzdem kann davon ausgegangen werden, dass die Anzahl an Öffnungen vergangener Newsletter eine große Rolle spielt. Regelmäßig vom Nutzer gelesene Newsletter sollten unserer Ansicht nach also nicht betroffen sein. Allerdings ist noch unklar, welche Rolle weitere Faktoren, etwa die Versandfrequenz, spielen.

Technisch basiert die Abmeldung auf dem List-Unsubscribe-Header. Er bietet Empfängern eine einfache Abmeldung vom Newsletter und Versender nutzen ihn, um ihre Zustellbarkeit zu verbessern. E-Mail-Clients wie Gmail haben diesen bisher schon für die Abmeldung von Newslettern über eine Schaltfläche im Kopfbereich der Detailansicht der Mailings verwendet.

Bedeutung für seriöse Versender

Durch die neue Funktion ergeben sich leider Nachteile für seriöse Versender, die eben diesen List-Usubscribe-Header in ihren Mailings eingebaut haben. Sie bieten aufgrund des List-Unsubscribe-Headers technisch die Voraussetzungen für die aktiven Abmeldungsvorschläge. Da die Abmeldung über die neue Funktion unmittelbar und ohne anschließenden Aufruf einer externen Bestätigungsseite erfolgt, haben Versender keine Möglichkeit, dem Empfänger die Änderung seines Profils oder der Versandfrequenz anzubieten. 

Verhindern können Versender das nicht. Das wäre auch nicht sinnvoll, denn sonst wird unter Umständen von den Nutzern die Funktion „als SPAM markieren“ genutzt. Das ist schlecht für die Reputation der Versanddomain und damit schlecht für die Zustellbarkeit.

Fazit

Die Abmeldevorschläge im Posteingang machen den Nutzern das Leben einfacher. Auf Seite des Versenders sorgen diese jedoch für schrumpfende Verteiler. Gleichzeitig führen sie jedoch zu einer Verteilerbereinigung, was wiederum zu verbesserten Kennzahlen führen kann. Und es zeigt sich einmal mehr: Versender, die relevante Newsletter mit interessanten Inhalten verschicken, sind auf der sicheren Seite.

Im nächsten Teil dieses Blogbeitrags geben wir acht Tipps, was Versender unternehmen können, damit ihre Newsletter auch mit der neuen Funktion nicht abbestellt werden.

Dahinter steht die Absicht, den Besitzern der Postfächer das Leben einfacher zu machen. Und natürlich das Interesse des Anbieters, dass die Nutzer ihre Postfächer dauerhaft sinnvoll nutzen können und diese nicht irgendwann wegen Überfüllung verwaisen lassen. Aktuell ist das Ganze noch in der Testphase. Sollte es sich jedoch als erfolgreich herausstellen, werden andere Postfachanbieter wahrscheinlich nachziehen und ähnliche Funktionen anbieten.

Über den Autor

Michael Waßmer

Michael Waßmer ist fachlicher Leiter Online- und Performance-Marketing bei Inxmail. Als Experte für E-Mail-Marketing und "irgendwas mit Computern" ist der ehemalige Trainer und Consultant zudem Autor zahlreicher Fachbeiträge und Blogartikel.

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