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Bildunterdrückung elegant umgehen mit Alternativtexten und HTML-Tabellen

  • 28.11.2013 von Michael Uhrich
  • Rubrik: Tipps und Tricks

Der Newsletter ist erstellt und Sie haben ihn verschickt. Der Abonnent soll Ihr Mailing natürlich öffnen und dann auf einen der Call-to-action Buttons oder eine der Grafiken klicken. Die Grafiken im Mailing sind auf einem Webserver hinterlegt und im Mailing verlinkt. Buttons und Grafiken im Newsletter sind optimal platziert und optisch ansprechend gestaltet. Aber was nutzt das alles, wenn der Leser erst gar nicht die Buttons und Grafiken zu sehen bekommt, da die Bildunterdrückung aktiv ist?

In diesem Blog-Beitrag zeigen wir Ihnen, welche Alternativen es gibt, um der Bildunterdrückung entgegenzusteuern.

Bildunterdrückung – und nun?

Möglichkeit 1: Alternativtext

Wenn eine verlinkte Grafik im Newsletter aus irgendeinem Grund seitens des Empfängers nicht geladen werden kann und Sie dem Bild zuvor einen Alternativtext zugewiesen haben, erscheint dieser in der Mailingvorschau. Dieses Vorgehen ist heutzutage Standard im E-Mail-Marketing.

Den Alternativtext integrieren Sie in den Image-Tag des HTML-Quellcodes. Dies könnte dann wie folgt aussehen:

Der häufigste Grund für die Bildunterdrückung ist, dass viele E-Mail-Clients aus Datenschutzgründen die Grafikdarstellung unterbinden. Damit wird verhindert, dass Spammer durch das geöffnete Trackingpixel Ihre E-Mail-Adresse verifizieren können. Ein weiterer Grund für die Bildunterdrückung sind Grafiken, die Spaminhalte enthalten. Der Text wird hierbei in eine Grafik integriert. Da Spamfilter nur Texte scannen können, wird der Spaminhalt in der Grafik nicht erkannt. Auch schädliche Software kann sich durch übermittelte Bilder auf Ihrem Rechner installieren.

Die Darstellung des Alternativtextes variiert bei den gängigen E-Mail-Clients und Webmailern. In Outlook 2007 wird der Alternativtext erst nach einem Datenschutzhinweis angezeigt, im Thunderbird hingegen ohne zusätzliche Informationen.

Möglichkeit 2: Grafiken durch HTML-Tabellen ersetzen

In der zweiten Variante werden Grafiken per HTML-Tabellen „nachgebaut“. Der HTML-Code wird direkt in das Mailing integriert, wodurch auf die verlinkte Grafik verzichtet werden kann. So umgehen E-Mail-Marketer das Problem der Bildunterdrückung. Wichtig: Die Originalgrafik wird bei diesem Vorgehen durch die gerasterte Grafik in Form einer HTML-Tabelle ersetzt.

Ein Button wäre beispielsweise eine Tabelle mit einer Zelle. Beherrscht man den Umgang mit HTML und CSS, kann der Button noch schöner gestaltet werden. Jede Tabellenzelle steht für einen Bildpunkt bzw. ein Mosaik. Daher lassen sich neben einfarbigen Buttons auch sehr gut einfache Muster oder Trennlinien abbilden. Der Vorteil liegt auf der Hand: HTML-Tabellen werden dem Empfänger in 80% der Fälle, trotz aktiver Bildunterdrückung, angezeigt. So lässt sich theoretisch ein komplettes Logo oder eine Grafik als Tabelle gerastert abbilden. Jedoch kann das Bild nicht so hochauflösend dargestellt werden wie ein Originalfoto. Qualitätseinbußen sind die Folge. Durch die Integration des HTML-Codes in das Mailing steigt ebenfalls die Dateigröße.

Zur Umwandlung von Grafiken in HTML-Tabellen gibt es zahlreiche Werkzeuge wie beispielsweise den kostenfreien HTMLifier. Das Vorgehen ist einfach: Wählen Sie die gewünschte Grafikdatei aus, nehmen Sie die passende Qualitätseinstellung vor und klicken Sie auf „Upload“. Ihre Grafik wird gerastert und in Mosaike zerlegt. Das Ergebnis ist ein HTML-Quellcode. Diesen kopieren Sie sich in die Zwischenablage und zwar von dem Befehl [lt]table[gt] bis [lt]/table[gt]. Dann gehen Sie in den Quellcode Ihres Mailings und überschreiben den Image-Platzhalter, mit dem eben in die Zwischenablage kopierten Text. Fertig!

Falls Sie die HTML-Tabelle verlinken möchten, müssen Sie die table-Befehle wie folgt erweitern:

Möglichkeit 3: Originalgrafiken beibehalten und Alternativtext durch HTML-Tabellen ersetzen

Noch komfortabler arbeiten Sie mit dem Tool Mozify von Email on Acid. Bei aktiver Bildunterdrückung wird, statt des Alternativtextes, direkt die gerasterte Grafik in Form einer HTML-Tabelle ausgegeben. Bei deaktivierter Bildunterdrückung werden dem Leser die qualitativ hochwertigeren Originalgrafiken angezeigt. Zusätzlich lassen sich Grafiken in formatierten Text umwandeln. Gerade bei Logos ist das oft sinnvoller, als die Rasterung.

E-Mail-Clients und HTML-Tabellen

Folgende E-Mail-Clients unterstützen den Workaround mit HTML-Tabellen:

Fazit

Generell empfehlen wir bei allen verlinkten Grafiken einen Alternativtext zu hinterlegen. Dieser wird bei aktiver Bildunterdrückung angezeigt.
Wollen Sie aus der Masse herausstechen, sollten Sie wichtige Call-to-action Buttons per HTML-Tabellen in das Mailing integrieren. Diese werden dem Leser bereits in der Mailingvorschau angezeigt. Jedoch sollten Sie nicht alle Grafiken per HTML-Tabellen darstellen, da sich dies negativ auf die Mailinggröße auswirkt.
Der Ansatz von Mozify ist ebenfalls sehr interessant, da hier die Originalgrafik bei deaktivierter Bildunterdrückung weiterhin ausgeliefert und nicht durch HTML-Tabellen ersetzt wird.
Am besten testen Sie selbst die verschiedenen Vorgehensweisen und finden die für Sie passende. Viel Spaß!

und

Über den Autor

Michael Uhrich

Michael Uhrich ist Trainer und Consultant im Inxmail Academy Team. Zu seinen Hauptaufgaben gehören, neben der Planung und Durchführung von Anwendertrainings und Workshops, die Konzeption und Erstellung von Smart Guides und Video Guides rund um Inxmail Professional und das Thema E-Mail-Marketing. Bei seiner Arbeit ist Michael Uhrich besonders wichtig, das E-Mail-Marketing Know-how so aufzubereiten, dass es den Lernenden Spaß macht.

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