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Adressgenerierung für mehr Newsletter-Abonnenten

  • 20.05.2014 von Michael Uhrich
  • Rubrik: Tipps und Tricks

Um E-Mail-Marketing betreiben zu können, benötigen Sie einen Verteiler mit Empfängeradressen. Generell können Sie Adressen selbst sammeln (on- oder offline) oder Partner zu Rate ziehen. Bei Letzterem fallen meist Begriffe wie „Adressmiete“ oder „Verbundwerbepartner“.

Welche Möglichkeiten es gibt, um Newsletter-Abonnenten für sich zu gewinnen, und was sich hinter den eben genannten Begrifflichkeiten genau verbirgt, erfahren Sie in diesem Blog-Beitrag.

1. Selbst sammeln

Adressquantität vs. Adressqualität

Eine hohe Adressqualität wird meist erreicht, wenn Sie Adressen selbst sammeln. Nutzen Sie dabei das Double-Opt-In Verfahren. Die Adressqualität definiert sich zum einen durch die Qualität der Adresse an sich. Andererseits wird sie auch durch Zusatzinformationen pro Adresse bestimmt. Dies kann beispielsweise Geschlecht, Name, Geburtstag oder die Kundenadresse sein.

Wenn Sie nur die E-Mail-Adresse abfragen, werden Sie mehr Abonnenten erreichen und mehr Anmeldungen erhalten (Adressquantität). Jedoch kommen Sie so nicht an weitere Empfängerdaten. Das ist schlecht, denn je mehr Profilinformationen Sie vom zukünftigen Leser erhalten, desto höher ist die Adressqualität. Allerdings verlieren Sie durch Abfrage vieler Daten potenzielle Abonnenten, weil diese dadurch abgeschreckt werden. Was ist nun das richtige Vorgehen?

Verknüpfen Sie einfach beide Möglichkeiten: Fragen Sie zuerst nur die E-Mail-Adresse ab. Nachdem der Kunde diese angegeben und Ihnen übermittelt hat, wird er erst im zweiten Schritt um die (freiwillige) Angabe weiterer Profildaten gebeten. Sagen Sie dem Kunden, dass Sie ihn gerne zum Geburtstag überraschen wollen. Die meisten sind dann bereit, ihren Geburtstag anzugeben. Hier macht es die Verpackung.

Anmeldeformular auf Webseite

Sammeln Sie Adressen selbst, steht an erster Stelle die Newsletter-Anmeldung auf Ihrer Webseite. Diese muss dem Benutzer schnell auffallen und einfach zu benutzen sein. Achten Sie zudem auf eine gute Auffindbarkeit in Suchmaschinen. Mehr dazu im Blog-Beitrag Newsletter-Anmeldung optimieren.

Fragen Sie nur die E-Mail-Adresse ab und schaffen Sie Vertrauen durch Angabe Ihres Unternehmens und dem Hinweis zur Datennutzung, Versandrythmus und Newsletter-Abmeldung.

Sagen Sie dem zukünftigen Leser, warum er Ihren Newsletter abonnieren soll (aktuelle/exklusive Informationen, gratis Versand, Incentives etc.). Aber Achtung: Schlagen Sie nicht mit Rabatten um sich – das kann beim Leser den Eindruck eines Billiganbieters wecken und lässt Sie in der Glaubwürdigkeit sinken.

Overlays

Overlays erzeugen Aufmerksamkeit. Der Vorteil ist, dass Popup- oder Ad-Blocker meist nicht auf Overlays reagieren. Sie sind schnell erstellt und eine hohe Conversion (20%) spricht für deren Erfolg. Overlays sind steuerbar im Hinblick auf Zeitpunkt und Frequenz des Erscheinens.

Die Umsetzung eines Overlays kann so weit gehen, dass das Vorhaben mit Referrer-Bezug umgesetzt wird – dem Kunden also mitgeteilt wird, woher er kam und wie er auf Sie aufmerksam wurde: „Hallo Besucher von Google, dich interessiert E-Mail-Marketing? Dann abonniere unseren Newsletter…“

Gewinnspiele

Eine Newsletter-Anmeldung wird oft mit der Teilnahme an einem Gewinnspiel verbunden. Dabei gilt es das Kopplungsverbot zu beachten: Eine explizite Zustimmung zur Anmeldung ist nötig. Allerdings ist hier meist die Adressqualität schlecht, da kein wirkliches Themeninteresse von Kundenseite besteht, sondern dieser nur auf den Gewinn spekuliert.

Online vs. offline

Nutzen Sie so viele Online-Kanäle wie möglich und verknüpfen Sie diese. Je öfter Empfänger von Ihnen hören, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie neue Abonnenten werden.[nbsp]Mögliche Kanäle sind: eigene Webseite, Online-Shop, Communities, Blogs, Foren, Microsites, Kaufbestätigungen, Webinare, Social-Media, SEM, Banner, Anzeigen etc.

Generell müssen Sie auch bei offline generierten Adressen an ein Double Opt-In denken. Möglichkeiten zur Offline-Generierung sind:

  • Bewerbung in postalischen Mailings
  • Rechnungsbeileger
  • Kaufbestätigungen
  • Aufsteller
  • SMS oder QR-Code (E-Mail-Adresse an Nummer schicken. Direkt im Shop oder beim Produkt aufmerksam machen: Den Moment des schnellen Entschlusses nutzen).
  • Permission erfragen im Gespräch
  • Call-Center, Hotline
  • Events, Messen
  • Filial-Geschäft (z.B. beim Kaufprozess)
  • Schulungen
  • Verpackungen (+ Gewinnspiel)

2. Adressen über Partner

Gewinnen Sie die Adressen über Partner, bieten sich unterschiedliche Methoden wie beispielsweise Co-Sponsoring, Adressmiete oder Co-Registrierung an. Nachfolgend die einzelnen Möglichkeiten kurz zusammengefasst:

Co-Sponsoring

Hier gibt es einen Verantwortlichen mit dem Ziel der Adressgenerierung. Meist handelt es sich um ein Gewinnspiel, an dem sich mehrere Sponsoren beteiligen – diese erhalten dann auch die werblichen Nutzungsrechte an den gewonnenen Teilnehmerdaten.

Der Gewinnspielteilnehmer muss natürlich ausreichend informiert werden und aktiv sein Einverständnis geben. Auf Datenverwendung und Widerspruchsrecht muss ebenfalls hingewiesen werden.

Adressmiete

Das Mieten von Adressen kann durchaus zur Vergrößerung des Verteilers führen. Allerdings sind die Kontakte hier meist nicht so sehr an Ihnen interessiert wie Kontakte, die sich direkt über Ihre Webseite angemeldet haben.

Im Gegensatz zum Adresskauf, von dem wir explizit abraten, gelangt der Nachfrager bei der Adressmiete nicht selbst in den Besitz der Adressdaten. Das Mailing wird vom Vermieter und in dessen Namen verschickt. Mehr dazu im Blog-Beitrag Verteileraufbau: Was geht, was nicht?

Meist handelt es sich um ein Standalone-Mailing, das ein Mieter komplett für sich beansprucht. Natürlich können sich auch mehrere Mieter Anzeigeflächen im Newsletter und deren Kosten teilen.

Achten Sie darauf, dass Sie die gemieteten Adressen auf Ihre Zielgruppe(n) beschränken bzw. eingrenzen. Es macht keinen Sinn, einen Newsletter zum Thema Kino-Interessenten an Musik-Interessenten zu schicken. Senden Sie deshalb Ihren Newsletter nur an gefilterte Kontakte.

Co-Registrierung

Hier registriert sich der Kunde für einen Basisdienst und hat die Möglichkeit, sich durch Setzen eines Hakens für weitere Dienste (Produkte oder Newsletter) einzutragen. Eine explizite Zustimmung ist auch hier erforderlich.

GMX finanziert sich auf diese Art und Weise. Nach der Anmeldung zum Freemail-Dienst werden weitere Zusatzservices zur Auswahl angeboten.

Landingpages

Zu guter Letzt sollten Sie noch darauf achten, dass die Landingpages „optimal“ angelegt wurden. Diese sollen:

  • einfach zu bedienen sein (Usability)
  • klare Handlungsaufforderungen enthalten („Call-to-action“)
  • zielorientiert gestaltet sein
  • auf responsive Design optimiert sein (mobile Endgeräte)
  • keine Ablenkungen enthalten (Registrierung ist Hauptziel)
  • Zusatzinformationen nur falls notwendig anzeigen
  • Sekundärziele erst nach Bestätigung der Double Opt-In Mail verfolgen (Verkäufe, Branding, Katalogbestellung etc.)

Fazit

Nutzen Sie alle Berührungspunkte (on- und offline) zwischen Kunden und Ihrem Unternehmen, um an Adressen für Ihren Adressverteiler zu gelangen. Die höchste Qualität haben immer noch Anmeldungen, die Sie selbst sammeln. So können Sie sicher sein, dass sich der Kunde wirklich für Ihr Unternehmen und Ihre Produkte interessiert.

Über den Autor

Michael Uhrich

Michael Uhrich ist Trainer und Consultant im Inxmail Academy Team. Zu seinen Hauptaufgaben gehören, neben der Planung und Durchführung von Anwendertrainings und Workshops, die Konzeption und Erstellung von Smart Guides und Video Guides rund um Inxmail Professional und das Thema E-Mail-Marketing. Bei seiner Arbeit ist Michael Uhrich besonders wichtig, das E-Mail-Marketing Know-how so aufzubereiten, dass es den Lernenden Spaß macht.

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