14.06.2012|CEO-Blog

Trends im E-Mail Marketing

Fast jedes Unternehmen betreibt in der einen oder anderen Form E-Mail Marketing. Inxmail-CEO Martin Bucher gibt in einem Interview mit dem Magazin e-commerce praxisnahe Tipps für eine effektivere Umsetzung.


Ein Kunde gibt Daten ein und bricht dann den Vorgang ab. Diese Daten darf man eigentlich nicht für weitere Marketingaktionen verwenden, viele Unternehmen nutzen sie aber dennoch im Sinne eines Retargeting. Was halten Sie davon? Worauf sollten Unternehmen hier achten?

Wenn ein Kunde seine Dateneingabe abbricht, hat er dem Unternehmen keine Legitimation für die Verwendung dieser Daten erteilt. Unternehmen sollten darauf achten, fair mit ihren Kunden umzugehen. Und dazu gehört auch, in so einem Fall die Daten weder zu speichern noch zu nutzen.

 

Wie sieht für Sie eine gelungene Post-Conversion-Kampagne aus?

Beispielsweise könnte ein Drucker-Anbieter in einer Post-Conversion-Kampagne einige Zeit nach dem Kauf eines Druckers neue Druckpatronen anbieten. Gelungene Post-Conversion-Kampagnen bieten dem Kunden zum richtigen Zeitpunkt neues Verbrauchsmaterial, ergänzende Dienstleistungen, oder passendes Zubehör an. Die Krux dabei ist, den richtigen Zeitpunkt nicht zu verpassen.

 

Was ist Ihrer Meinung nach die interessanteste psychologische Komponente beim E-Mail Marketing?

Neue Abonnenten haben anfänglich einen starken Bezug zur Marke – denn sie haben gerade eben erst dem Unternehmen die Erlaubnis erteilt, ihnen regelmäßige E-Mails zu senden. Die hohe Kunst im E-Mail Marketing besteht darin, diese Spannung aufrecht zu erhalten und aus interessierten Empfängern echte Fans werden zu lassen, die neue Newsletter begierig öffnen, den Inhalt aufmerksam lesen und die gewünschte Aktion ausführen. Apple ist das in seinen Newslettern gelungen.

 

RSS oder E-Mail Newsletter? Was wird sich künftig durchsetzen?

RSS ist die Quelle einzelner unpersonalisierter Meldungen, die oft von anderen Tools wie Feed-Aggregatoren zusammengestellt und aufbereitet werden. Auch E-Mail Marketing Systeme wie Inxmail Professional können RSS-Feeds einlesen und in Newsletter einbauen. E-Mail Marketing aber ist das direkt vom Marketer gestaltete Markenerlebnis. Im E-Mail Newsletter hat das Unternehmen die Bühne ganz alleine für sich. Eine tolle Möglichkeit, sich und seine Marke in Szene zu setzen. Das kann RSS nicht leisten.

 

Was ist Ihr persönlicher Tipp, damit Mails nicht im Spamfilter landen?

Einen CSA-zertifizierten Versender mit guter Reputation nutzen – wie Inxmail. Die E-Mail vor dem Versand einem Spam-Check unterziehen. Dateianhänge vermeiden. Zu große E-Mails vermeiden. Inhalte schreiben, die gern geklickt werden – denn zu viele Spam-Beschwerden verringern die eigene Reputation.

 

Viele Unternehmen hadern damit, wie sie ihre Kunden anreden sollten. Sehr geehrter Herr XY, Guten Tag Herr XY, Anrede ohne Namen, Lieber Herr XY, Hallo Herr XY… Was ist ihr persönlicher Favorit und weswegen?

Das hängt vom Typ des Newsletters und des Inhalts ab. Einige Newsletter fangen mit einer vom Redakteur geschriebenen Einleitung an. Hier passt eine persönliche Anrede sehr gut: Je nach Marke vom saloppen „Hallo Herr XY“ bis zum eher steifen „Sehr geehrter Herr XY“. Das „Lieber Herr XY“ gefällt mir persönlich überhaupt nicht. Die Unternehmen sollten die Abonnenten im Newsletter genau so anreden, wie sie es mit Kunden tun – werden Kunden in den E-Mails mit „Hallo“ angesprochen, sollte sich das auch auf den Newsletter auswirken. Steht bei Newslettern eher das Produkt im Vordergrund, sollten die teilweise gekünstelte Einleitung und damit auch die Anrede vollständig entfallen. Das ist ehrlicher.

 

 

Auszug aus dem Artikel „Trends im E-Mail-Marketing“ des Magazins e-commerce (Ausgabe 04/2012)

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